Rechter Terror
30 Jahre nach Attentat von Franz Fuchs
Landeshauptmann Peter Kaiser erinnert an den rechtsextremen Terror des Franz Fuchs und warnt vor der Eskalation politischer Hetze.
Vor 30 Jahren schockierte Franz Fuchs Österreich mit seinem rechtsextremen Terror – eine Mahnung zur Wachsamkeit.© PublicDomainPictures/Pixabay
Erinnerung an ein düsteres Kapitel
Vor 30 Jahren erschütterte Franz Fuchs mit seinen Bombenanschlägen ganz Österreich. Vier Menschen verloren ihr Leben, 15 weitere wurden teils schwer verletzt. Zu den Opfern zählt auch der Klagenfurter Theo Kelz, dem am 24. September 1994 beide Hände durch eine Rohrbombe abgerissen wurden. Dieser Jahrestag ist für den stellvertretenden SPÖ-Bundesparteivorsitzenden und Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser Anlass, eindringlich vor den Gefahren der rechtsextremen Hetze zu warnen.
Gefährliche Eskalation politischer Rhetorik
Kaiser sieht in der Geschichte eine Mahnung zur Wachsamkeit und betont, wie schnell aus verbalen Attacken brutale physische Gewalt werden kann. Besonders besorgt zeigt er sich über die aktuelle politische Kultur in Österreich. „Es erfüllt mich mit Sorge, dass politische Diskussionen zunehmend an Wertschätzung und Respekt verlieren“, erklärt Kaiser. Er kritisiert insbesondere rechte Parteien wie die FPÖ, die seiner Meinung nach bewusst Grenzen überschreiten und Menschen gegeneinander aufhetzen. „Von der Gewalt der Worte ist es nur ein Schritt zur physischen Gewalt“, warnt er und verweist auf die Schreckenstaten von Franz Fuchs.
Appell für Abrüstung der Worte
Angesichts der Gefahr, die von rechter Hetze ausgeht, appelliert Kaiser an alle politischen Akteure, ihre Verantwortung ernst zu nehmen und zu einer kultivierten politischen Diskussionskultur zurückzukehren. „Wir müssen uns daran erinnern, was passieren kann, wenn die Rhetorik außer Kontrolle gerät“, mahnt der Landeshauptmann.

