Julia Jost

Feld­kirch­ne­rin für den Debüt­preis nomi­niert!

Julia Jost wurde 1982 in St. Veit geboren und wuchs in Mattersdorf in der Nähe von Feldkirchen auf. Sie lebt in Wien und Berlin.

Feld­kirch­ne­rin für den Debüt­preis nomi­niert!Platziert die Ich-Erzählerin in ihrem Debütroman in eine Kärntner Welt, die sich irgendwo zwischen Stammtisch und Beichtstuhl aufspannt: die St. Veiterin Julia Jost.

© Rafaela Pröll/Suhrkamp Verlag

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Man fühlt sich an den Kärnt­ner Josef Wink­ler erin­nert, der heu­er den Kul­tur­preis des Lan­des Kärn­ten bekommt. Denn wovon in der Lan­des­hym­ne die Rede ist, trifft hier nicht zu. Weder Glanz und Herr­lich­keit noch Wär­me und sons­ti­ge Lieb­lich­kei­ten. “Jost ist sicher im Ton, sicher auch dar­in, wie sie die­sen Ton fla­ckern lässt zwi­schen poli­ti­scher Schär­fe, einer Men­schen­freund­lich­keit trotz allem und Spaß an lei­sen Über­trei­bun­gen”, heißt es in der Jury-Begrün­dung zur Nomi­nie­rung zum Debüt­preis.

Här­te mit schreck­lich-bos­haf­tem Spaß

Es sind har­te wenn­gleich auch glaub­wür­di­ge Lebens­rea­li­tä­ten der 1980er und frü­hen 1990er Jah­re in Kärn­ten, die Julia Jost in ihrem Debüt­ro­man „Wo der spitz­tes­te Zahn der Kara­wan­ken in den Him­mel hin­auf fletscht“ zeich­net und durch Kin­der­au­gen schil­dert — und das unter­legt sie auch noch mit einem schreck­lich-bos­haf­ten Spaß. Sie kom­bi­niert Ernst mit wuch­ti­ger Sati­re.

Es ist Juni 1994. Wäh­rend immer mehr Nach­bars­leu­te am Gast­hof Gratsch­ba­cher Hof ein­tref­fen, um beim Umzug der fünf­köp­fi­gen Fami­lie nach Klos­ter­berg mit­an­zu­pa­cken und die über die Jah­re ange­sam­mel­ten Hab­se­lig­kei­ten in die bereit­ste­hen­den Last­wä­gen zu ver­stau­en, sitzt die Ich-Erzäh­le­rin unter einem sol­chen und beob­ach­tet die Gegend um sich her­um. Mit jedem neu ankom­men­den Nach­barn erin­nert sie sich an ganz per­sön­li­che Geschich­ten, die im Kern an mensch­li­che Abgrün­de bli­cken las­sen.

Erfolg­rei­che Autorin aus Feld­kir­chen

Julia Jost wur­de 1982 in St. Veit gebo­ren und wuchs in Mat­ters­dorf in der Nähe von Feld­kir­chen auf. Sie stu­dier­te Phi­lo­so­phie, Bild­haue­rei und Thea­ter­re­gie. Jost arbei­te­te als Regis­seu­rin und Dra­ma­tur­gin in der frei­en Sze­ne sowie unter ande­rem am Tha­lia Thea­ter Ham­burg. 2019 wur­de sie für einen Aus­zug aus “Wo der spit­zes­te Zahn der Kara­wan­ken…” mit dem Kelag-Preis im Rah­men der Tage der deutsch­spra­chi­gen Lite­ra­tur aus­ge­zeich­net. Ihr Thea­ter­stück “ROM” fei­er­te im April 2024 am Volks­thea­ter Wien Pre­mie­re. Julia Jost lebt in Wien und Ber­lin.

08.09.2024 14:50 - Update am: 08.09.2024 14:56
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Feld­kirch­ne­rin für den Debüt­preis nomi­niert!Platziert die Ich-Erzählerin in ihrem Debütroman in eine Kärntner Welt, die sich irgendwo zwischen Stammtisch und Beichtstuhl aufspannt: die St. Veiterin Julia Jost.

© Rafaela Pröll/Suhrkamp Verlag