Kärnten
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Der Kärntner Arbeitsmarkt zeigt sich im September 2024 trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche stabil im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Während die unselbstständige Beschäftigung leicht zurückging, blieb der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu Österreich moderat.
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Rückgang der Beschäftigung
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der unselbstständig Beschäftigten um 2.000 auf insgesamt 225.000 gesunken, was einem Rückgang von 0,7 Prozent entspricht. Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen stieg um 7,3 Prozent auf 14.797 Personen. Besonders betroffen sind Männer, deren Arbeitslosigkeit um 10,4 Prozent anstieg, und Jugendliche, die um 22,2 Prozent zulegten. Bei den Langzeitlosen ist die Arbeitslosigkeit um 0,8% gesunken.
Regionale Unterschiede im Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den Kärntner Bezirken unterschiedlich: Die stärksten prozentuellen Anstiege verzeichnen im September 2024 Feldkirchen (+14,4 Prozent), Hermagor (+13,2 Prozent) und Klagenfurt (10,7 Prozent), während Völkermarkt (+2,0 Prozent) und Spittal/Drau (+1,0 Prozent) die geringsten Zunahmen verzeichnen.
Technische Berufe stark betroffen
Auch in den einzelnen Branchen gibt es deutliche Unterschiede. Während die Arbeitslosigkeit im Baugewerbe um 1,8 Prozent zurückging und im Handel mit einem Anstieg von 6,5 Prozent moderat blieb, waren die technischen Berufe mit einem Zuwachs von 25 Prozent besonders stark betroffen.
Herausforderungen am Arbeitsmarkt
Die stv. Geschäftsführerin des AMS Kärnten, Melanie Jann, hebt hervor, dass insbesondere Langzeitarbeitslose und Personen mit gesundheitlichen oder psychischen Problemen verstärkt Unterstützung benötigen. Trotz der Herausforderungen sei es gelungen, in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen. Sie betont die Notwendigkeit weiterer Budgetmittel und personeller Ressourcen, um eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu gewährleisten.