Immer mehr Cyberkriminelle setzen Künstliche Intelligenz ein, um ihre Angriffe zu perfektionieren – Unternehmen sind zunehmend in Gefahr. Die Fachgruppe UBIT und die Polizei reagieren darauf mit einem zweitägigen Cybersecurity-Programm in Klagenfurt.
Bei der 8. Cybersecurity Night stehen Expertinnen und Experten bereit, um Unternehmen in Kärnten gegen die neuen Cyberbedrohungen zu wappnen.
Mit Deepfakes und Voice-Cloning nutzen Cyberkriminelle künstliche Intelligenz, um betrügerische E‑Mails und Anrufe täuschend echt wirken zu lassen. Mittels Social Engineering werden menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft oder Autoritätshörigkeit ausgenutzt, um Zugang zu vertraulichen Informationen zu bekommen. Die Bedrohung nimmt stetig zu: Österreichweit wurden 2023 über 65.000 Cybercrime-Fälle gemeldet – eine Verdopplung im Vergleich zu 2019. Martin Zandonella von der Fachgruppe UBIT betont, dass die rasante Entwicklung der KI Unternehmen zum proaktiven Schutz zwingt: „Unternehmen müssen in IT-Sicherheit investieren, um sich gegen diese neuartigen Angriffe zu wappnen.“
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Cybersecurity Night und BOTS-Competition
Am 12. November beginnt die 8. Cybersecurity Night im Makerspace Carinthia, gefolgt vom Cybersecurity Day am 13. November im Lakeside Park. Expertinnen und Experten beleuchten hier aktuelle KI-getriebene Bedrohungen und bieten Einblicke in den Schutz vor Cyberangriffen. Ein Highlight ist die „Splunk Boss of the SOC“-Competition, die parallel zur Cybersecurity Night stattfindet: Schüler, Studierende und Lehrlinge analysieren reale Sicherheitsvorfälle und trainieren ihre IT-Fähigkeiten unter realistischen Bedingungen. IT-Berufsgruppensprecher Marc Gfrerer hebt den praktischen Wert der Veranstaltungen hervor: „Diese Events bereiten Unternehmen auf neue digitale Bedrohungen vor und schärfen das Bewusstsein für Cybersicherheit.“
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Cybersecurity Day mit Fachvorträgen
Der Cybersecurity Day bietet Vorträge zu neuen Sicherheitsstandards, Insider-Bedrohungen und rechtlichen Fragen rund um KI. Diese Themen richten sich besonders an IT-Verantwortliche und Entscheidungsträger kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Veranstaltung soll ein umfassendes Verständnis für die heutigen Bedrohungen schaffen und gleichzeitig Lösungsansätze liefern.
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Namhafte Expertinnen und Experten informieren im Rahmen der Cybersecurity Night und dem Cybersecurity Day unter anderem über aktuelle Bedrohungen wie Deepfakes und fortschrittliche Social-Engineering-Methoden. V. l.: Martin Zandonella, Obmann der Fachgruppe UBIT, Wirtschafts-Landesrat Sebastian Schuschnig und Marc Gfrerer,IT-Berufsgruppensprecher der UBIT.
Seit dem 17. Oktober ist die neue NIS2-Richtlinie in Kraft, die strenge Sicherheitsvorgaben für Unternehmen festlegt. Besonders kritische Sektoren müssen technische und organisatorische Maßnahmen implementieren, um Risiken zu minimieren. Die Wirtschaftskammer Kärnten bietet dazu ein umfassendes Beratungsangebot an, das rechtliche Abklärungen, technische Checks und Beratungen zur Governance umfasst. Wirtschafts-Landesrat Sebastian Schuschnig sieht in den Maßnahmen einen wichtigen Schritt zur Standortsicherung: „Cyberangriffe schwächen Betriebe und den Standort. Wir unterstützen Kärntens Unternehmen dabei, sich effektiv zu schützen und somit die Wirtschaftskraft zu stärken.“
08.11.2024 14:01
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Bei der 8. Cybersecurity Night stehen Expertinnen und Experten bereit, um Unternehmen in Kärnten gegen die neuen Cyberbedrohungen zu wappnen.