100 Jahre Soroptimismus
„Road to Equality“ führte von Pörtschach nach Klagenfurt
Zum 100-jährigen Jubiläum von Soroptimist International führt eine „Straße der Gleichberechtigung“ von Club zu Club – in ganz Österreich. Es geht um mehr Aufmerksamkeit für Frauen-Themen.
© Büro LR Schaar
Frauen-Landesrätin Sara Schaar und Klagenfurts Frauen-Stadträtin Corinna Smrecnik wanderten ein Stück mit, als kürzlich die „Road to Equality“ zum 100-Jahr-Jubiläum von Soroptimist International von Pörtschach nach Klagenfurt führte. 100 Tage lang führt die Wanderung durch Österreich, zu allen 60 Clubs und vier Juvenilia-Clubs. Mitwanderer tauschen sich im Rahmen von „GEHsprächen“ zu Frauen-Themen aus, speziell zu den Themenbereichen Finanzen, Gesundheit, Wohnen und Gewalt.
Es geht von Club zu Club
Außerdem wird ein Katalog mit brisanten, aktuellen Frauen-Themen seit Ende Juni von Club zu Club getragen. Soroptimist International ist eine Organisation berufstätiger Frauen, die weltweit in 121 Ländern aktiv ist und sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben von Mädchen und Frauen positiv zu verändern – durch Bewusstmachen, Stellung-Nehmen und Handeln.
Bewusstsein schaffen
Schaar im Rahmen ihres „GEHsprächs“: „Dieser Austausch und vor allem das Schaffen von Bewusstsein ist immens wichtig. Denn wir haben noch immer großen Aufholbedarf, was Chancengleichheit betrifft. Über die tatsächliche Chancengleichheit von Frauen und Männern hinaus gibt es noch zahlreiche Problemfelder, an denen wir gemeinsam arbeiten müssen, etwa an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gewalt-Prävention oder am Schließen der Einkommensschere.“

Staffelübergabe
Auf dem Klagenfurter Neuen Platz fand die Staffelübergabe des „SI Clubs Wörthersee-Pörtschach“ an den Klagenfurter Club statt, damit die „Road to Equality“ (Straße der Gleichberechtigung) in Richtung Unterkärnten weitergehen kann. Neben den beiden Club-Präsidentinnen Irene Schasché-Ferlin (Pörtschach) und Doris Grüger (Klagenfurt) war auch Kanu-Olympia-Teilnehmerin Nadine Weratschnig vor Ort. Ein Ende findet die „Road to Equality“ dann am 3. Oktober im Burgenland.
„Unsichtbare“ Barrieren
Schon einige Zeit zuvor, im August, wanderte übrigens Landtagsabgeordnete Christian Patterer im Bezirk Spittal auf einer Etappe mit. Auch sie zeigte sich begeistert von der Aktion: „Der interessante und wichtige Austausch hat erneut aufgezeigt, dass es nach wie vor oft ‚unsichtbare‘ Barrieren und Ungerechtigkeiten für Frauen zur wirklichen Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen, aber vor allem in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gibt. Mit mir als jüngste Abgeordnete im Kärntner Landtag haben die Frauen eine verlässliche Verbündete auf dem Weg zur Gleichberechtigung gefunden.“
