Bahnverkehr
Aus für Gütertrasse: Kärnten empört
Die ÖBB-Absage an eine neue Gütertrasse in Kärnten sorgt für Kritik. Städte- und Gemeindebund sprechen von einer „Fehlentscheidung“, die 200.000 Anrainer belaste.
Die Entscheidung der ÖBB, auf eine Güterverkehrs-Trasse zu verzichten, trifft Kärnten hart© ÖBB/emedia
Keine Entlastung für Anrainer
Laut aktuellen Medienberichten haben die ÖBB endgültig entschieden, den Güterverkehr nicht vom Wörthersee weg zu verlegen. Damit bleibt die Belastung durch Lärm und Verkehrsaufkommen in der Region unverändert. Städtebund-Obmann Günther Albel kritisiert, dass die ÖBB trotz des absehbaren Anstiegs des Güterverkehrs keine langfristigen Lösungen anstrebt.
„Die Entscheidung ist entsetzlich“
Günther Vallant, Präsident des Kärntner Gemeindebundes, spricht von einer „unzumutbaren Verkehrsbelastung“ für die Region und deren zukünftige Generationen. Insbesondere der Kärntner Zentralraum, als wirtschaftliches und touristisches Herzstück des Bundeslandes, dürfe nicht durch mangelnde Infrastrukturplanungen gefährdet werden.
Appell an die ÖBB
Der Städte- und Gemeindebund fordert die ÖBB auf, ihre Entscheidung zu überdenken und eine zukunftsfähige Lösung zu entwickeln. „Das letzte Wort ist hier noch nicht gefallen“, betonten beide Funktionäre.