Spittal/Drau
Türk-Kaserne: Waffe nicht aufgesetzt
Wie der ORF berichtet, wirft der tödliche Schuss in der Türk-Kaserne in Spittal/Drau weiter Fragen auf – die Ermittlungen deuten auf Vorsatz hin.
Obduktionsergebnis bestätigt Distanz
Einen Monat nach dem tödlichen Schuss in der Türk-Kaserne in Spittal/Drau ist klar: Die Waffe war nicht aufgesetzt. Laut Staatsanwaltschaft Klagenfurt ergab die Obduktion, dass der 21-jährige Soldat an einem Lungendurchschuss verblutete. Die Schussabgabe erfolgte aus einiger Entfernung, wie die Gerichtsmedizinerin bestätigte.
Unklare Distanz zwischen den Soldaten
Wie weit die beiden Soldaten zum Zeitpunkt des Schusses voneinander entfernt waren, bleibt vorerst unklar. Der Vorfall ereignete sich am 22. Oktober, als sich aus der Dienstpistole eines 20-jährigen Wachsoldaten ein tödlicher Schuss löste. Das schwer verletzte Opfer wurde ins Klinikum Klagenfurt geflogen, wo es kurze Zeit später verstarb.
Streit als Motiv ausgeschlossen
Ermittlungen des Landeskriminalamts ergaben, dass die beiden Soldaten kaum Kontakt zueinander hatten, entgegen ersten Vermutungen über persönliche Konflikte. Der Verdächtige bestreitet jegliche Absicht und spricht von einem Unfall. Die Staatsanwaltschaft vermutet jedoch Vorsatz, da seine Schilderung laut einem ballistischen Vorabgutachten nicht mit dem Ablauf vereinbar ist.
Ermittlungen dauern an
Noch steht ein umfassendes ballistisches Gutachten aus. Der 20-jährige Verdächtige bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Die nächste Haftprüfungsverhandlung ist für den 9. Dezember angesetzt.