Trotz Einbußen
Kärnten mit starkem Export-Überschuss
Die Kärntner Exportwirtschaft erzielt trotz Rückgängen einen Überschuss von 769 Millionen Euro – mit starkem Plus bei Exporten nach China.
Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten: "Trotz globaler Unsicherheiten behauptet sich Kärnten als starke Exportregion mit beeindruckendem Überschuss."© WKK | Helge Bauer
Die heimische Wirtschaft kämpft mit globalen Unsicherheiten. Kärntens Exporte gingen um 4,6 Prozent auf 4,73 Milliarden Euro zurück, während die Importe um 9,2 Prozent auf 3,961 Milliarden Euro fielen. Das Ergebnis ist ein gestiegener Außenhandels-Bilanzüberschuss, der Kärnten zu einem der fünf Bundesländer mit positiver Bilanz macht.
China überholt Italien
Deutschland bleibt mit 1,37 Milliarden Euro wichtigster Handelspartner, auch wenn die Exporte dorthin um 6,2 Prozent sanken. Italien rutscht auf Platz drei, während Exporte nach China um beeindruckende 118,4 Prozent zulegten. Gleichzeitig sank der Anteil der EU-Länder am Exportvolumen auf 65 Prozent.
Technologie als Zugpferd
„Kessel, Maschinen und Apparate“ führten die Liste der Exportgüter mit einem Plus von 7,5 Prozent an. Andere Branchen hatten Einbußen: „Eisen und Stahl“ sanken um 17,3 Prozent, „Papier und Pappe“ um 23 Prozent, und „Fleisch“ brach mit einem Minus von 40,2 Prozent stark ein.
Importe mit gemischten Signalen
Bei Importen zeigten sich Rückgänge, vor allem bei „elektrischen Maschinen“ (-23,9 Prozent). Dagegen wuchs die Einfuhr von „Zugmaschinen und Kfz“ um 10,9 Prozent. Ein markanter Anstieg um 36,2 Prozent wurde bei „Erzeugnissen der chemischen Industrie“ verzeichnet.
Politik setzt auf Exportoffensive
Wirtschaftslandesrat fordert ein Exportpaket, um Märkte zu diversifizieren und Arbeitsplätze zu sichern. Ziel sei es, Kärnten als internationalen Player zu stärken, insbesondere mit Fokus auf neue Handelsabkommen wie Mercosur.