Wirtschaft
Klagenfurt verschläft AREA SÜD-Chance
Die Koralmbahn eröffnet im Dezember enorme Chancen für die Region, doch Klagenfurt bleibt ohne Strategie, mit leeren Kassen und fehlenden Investitionen stehen. Wirtschaftskammer und Unternehmer fordern rasches Handeln.
Der Fahrplan der Klagenfurter Stadtpolitik zur Koralmbahn ist bis jetzt leider ein unbeschriebenes Blatt, kritisierten (v. l.) WK-Bezirksstellenleiter Markus Polka, WK-Bezirksobmann Franz Ahm und JW-Bezirksvorsitzender Markus Sylle.© WKK | Helge Bauer
Während Graz bereits von der Koralmbahn profitiert, kämpft Klagenfurt mit einer Finanzlücke von 18,7 Millionen Euro. Die Stadt wirtschaftet nach der Zwölftelregelung und hat keinen Spielraum für notwendige Investitionen. Konzepte zur Sanierung der Finanzen werden seit Jahren ignoriert. Die Wirtschaftskammer spricht von einer Blockade durch politische Streitereien.
Junge Wirtschaft fordert klare Maßnahmen
Die Junge Wirtschaft beklagt, dass Klagenfurt seine „Jahrhundertchance“ nicht nutzt. Gefordert werden ein modernes Bahnhofsviertel, eine bessere Anbindung an die Innenstadt, ein Radwegenetz und ein zeitgemäßes Veranstaltungszentrum. Zudem soll eine Entwicklungsagentur Leitbetriebe anziehen und den Standort professionell vermarkten.
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Kein Geld für Standortmarketing
Mit leeren Kassen wird auch das Stadtmarketing ausgebremst. Wichtige Maßnahmen, um Klagenfurt als Wirtschaftsstandort zu positionieren, fehlen. Andere Städte investieren gezielt in ihre Stärken, während in Klagenfurt bestehende Projekte eingefroren werden.
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Unternehmen enttäuscht von der Politik
Laut einer Konjunkturumfrage sind 80 Prozent der Unternehmer mit der Stadtpolitik unzufrieden. Viele glauben nicht, dass die Koralmbahn Vorteile für ihre Betriebe bringt. Kritisiert werden die mangelnde Einbindung in Entscheidungen und die ineffiziente Verwaltung.
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Die Zeit drängt
Die Eröffnung der Koralmbahn markiert den Startschuss für die AREA SÜD – einen Wirtschaftsraum mit 1,8 Millionen Menschen und 70 Milliarden Euro Wertschöpfung. Experten warnen: Ohne rasches Handeln droht Klagenfurt, den Anschluss zu verlieren.




