Spittal/Drau
Todes-Schütze verweigert Tat-Rekonstruktion
Nach dem tödlichen Vorfall in der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau im Oktober wird keine Tatrekonstruktion stattfinden.
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28.01.2025 11:56
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Der 20-jährige Beschuldigte, dessen Waffe den tödlichen Schuss auf einen 21 Jahre alten Soldaten abgefeuert hatte, verweigert die Teilnahme. Er bestreitet weiterhin, absichtlich gehandelt zu haben.
Der Beschuldigte hätte einer Tatrekonstruktion zustimmen müssen, was er jedoch über seinen Anwalt ablehnte. Laut Christian Liebhauser-Karl, Sprecher des Landesgerichts Klagenfurt, teilte der Mann mit, dass er daran nicht teilnehmen werde. Ein Gutachten belastet den ehemaligen Soldaten schwer: Die von ihm geschilderte Unfallversion sei nicht plausibel, so Staatsanwaltssprecher Markus Kitz.
Der Beschuldigte hatte erklärt, er habe versucht, eine fallende Waffe im Holster mit dem Oberschenkel oder der Hand zu greifen, dabei habe sich der Schuss gelöst. Ein ballistisches Gutachten schließt diese Darstellung jedoch aus. Der Anwalt der Hinterbliebenen betonte, dass die Ergebnisse eindeutig auf einen aktiven Schuss hindeuten. Auch die Staatsanwaltschaft geht von einer vorsätzlichen Tat aus und hält die Beweise für eine Mordanklage für ausreichend.
Ein mögliches Motiv des Beschuldigten bleibt weiterhin offen. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen dem Mann bis zu 20 Jahre Haft. Die Ermittlungen dauern an, und die genauen Umstände des tödlichen Vorfalls bleiben vorerst ungeklärt.
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