Klagenfurt
Reichsbürger bei Prozess aufgetaucht
Ein Prozess gegen ein Mitglied der staatsfeindlichen Bewegung "Bundesstaat Preußen" am Landesgericht Klagenfurt nahm eine unerwartete Wendung. Ein deutscher Reichsbürger mischte sich in das Geschehen ein – mit Konsequenzen.
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Am Mittwoch (5. Februar) fand am Landesgericht für Strafsachen in Klagenfurt die Verhandlung gegen ein Mitglied des sogenannten Bundesstaates Preußen statt. Dem Angeklagten wurde versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Der Fall erregte bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit, da die Vernetzung zwischen dieser Bewegung und der deutschen Reichsbürgerszene bekannt ist. Doch dass ein deutscher Reichsbürger in Kärnten in Erscheinung tritt, ist eine Premiere.
Sofortige Entfernung durch Polizei
Der 64-jährige Deutsche begleitete den Beschuldigten zum Prozess und fiel den Beamten des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) auf. Er wurde umgehend aus dem Gerichtsgebäude gebracht und mit Unterstützung von Beamten der Polizeiinspektion Heiligengeistplatz überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass er sich selbst als “Konsul” bezeichnete und einen Phantasieausweis mitführte.
Unbefristetes Aufenthaltsverbot
Gegen den Deutschen wurde wegen Mitgliedschaft in einer staatsfeindlichen Bewegung Anzeige erstattet. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) Kärnten verhängte ein unbefristetes Aufenthaltsverbot und eine Festnahmeanordnung. Der Mann wurde ins Polizeianhaltezentrum Klagenfurt überstellt, wo er bis zu seiner Ausreise angehalten wird.
