Attentat

Bür­ger­wehr in Vil­lach geplant

Nach Messerattacke in Villach gründet 63-jähriger Veldener eigene Bürgerwehr in der Draustadt. Polizei dagegen.

Bür­ger­wehr in Vil­lach geplant Ein 26-jähriger Klagenfurter entzog sich in der Innenstadt zunächst einer Polizeikontrolle. Nach einer kurzen Nachfahrt konnte er angehalten werden.

© Daniel Kattnig

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Ein aktu­el­ler Exklu­siv­be­richt in der Klei­nen Zei­tung lässt auf­hor­chen. Nach dem bru­ta­len Mes­ser­at­ten­tat eines mut­maß­li­chen Isla­mis­ten plant der 63-jäh­ri­ge Vel­de­ner Man­fred Ber­ger die Auf­stel­lung einer eige­nen Bür­ger­wehr in Vil­lach. „Ich grün­de eine klas­si­sche Bür­ger­wehr. Die Idee gibt es schon lan­ge, auf­grund des tra­gi­schen Anlass­fal­les gehen wir jetzt in die Umset­zung. Wir wer­den mit Patrouil­len in enger Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei für Sicher­heit sor­gen“, sagt Ber­ger in der Online-Aus­ga­be der KLZ. Ber­ger, des­sen Kin­der in Vil­lach woh­nen, ist seit über 20 Jah­ren als Sicher­heits­chef mit 40 Mit­ar­bei­tern für den rei­bungs­lo­sen Ablauf der Hah­nen­kamm-Ski­ren­nen auf der Kitz­büh­ler Streif ver­ant­wort­lich.

 

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Wir wol­len nicht die Poli­zei erset­zen, son­dern die Beam­ten unter­stüt­zen und sie im Ernst­fall benach­rich­ti­gen”, so Man­fred Ber­ger.
© Pri­vat

Grün­der sucht Frei­wil­li­ge

Zeit­nah will Man­fred Ber­ger auf Face­book mit der Sei­te  „Bür­ger­wehr Vil­lach“ online gehen und frei­wil­li­ge, ehren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter suchen. Die­se sol­len mit ein­heit­li­chen Warn­wes­ten aus­ge­stat­tet wer­den. „Sie sind in dunk­lem Tür­kis gehal­ten, damit man uns von Stra­ßen­ar­bei­tern unter­schei­den kann“, so Ber­ger wei­ter. „Die Bür­ger­wehr soll Gefah­ren­si­tua­tio­nen in Ansät­zen erken­nen und Täter fest­hal­ten. Sol­che Initia­ti­ven gibt es seit dem 19. Jahr­hun­dert, um das Volk zu schüt­zen. Es geht um Patrouil­len pri­mär wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten der Geschäf­te und in der frü­hen Nacht­stun­den.”

 

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So sol­len die Warn­wes­ten der Bür­ger­wehr aus­se­hen.
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Selbst­schutz

Das zukünf­ti­ge Secu­ri­ty­per­so­nal wird laut Ber­ger mit Funk­ge­rä­ten, Pfef­fer­spray und Elek­tro­scho­ckern ver­se­hen. „Zum Selbst­schutz“, wie er betont. Finan­ziert wer­den sol­len die Aus­rüs­tung und ein klei­nes Büro vor­erst aus Eigen­mit­teln. In der Fol­ge hofft Ber­ger auf frei­wil­li­ge Spen­den und Unter­neh­men, die das Pro­jekt unter­stüt­zen. Nach Vil­lach soll auch eine Bür­ger­wehr in Kla­gen­furt aus­ge­rollt wer­den. Lässt sich genü­gend frei­wil­li­ges Per­so­nal fin­den, ist eine Aus­wei­tung auf wei­te­re Kärnt­ner Städ­te an gedacht.

Poli­zei dage­gen

Die Poli­zei hält von die­sen Bestre­bun­gen nichts. „Eine Bür­ger­wehr hät­te die­sen Anschlag nicht ver­hin­dert. Es besteht defi­ni­tiv kei­ne Not­wen­dig­keit für Maß­nah­men durch pri­va­te Per­so­nen“, betont Poli­zei­spre­cher Rai­ner Dio­ni­sio eben­falls gegen­über der Klei­nen Zei­tung. Es sei Auf­ga­be der Poli­zei, für die Sicher­heit zu sor­gen. Wir sind dafür aus­ge­bil­det und trai­nie­ren der­ar­ti­ge Zugrif­fe. Es braucht kei­ne Bür­ger­wehr“, so der Poli­zei­spre­cher.

17.02.2025 17:00 - Update am: 19.02.2025 12:04
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Bür­ger­wehr in Vil­lach geplant Ein 26-jähriger Klagenfurter entzog sich in der Innenstadt zunächst einer Polizeikontrolle. Nach einer kurzen Nachfahrt konnte er angehalten werden.

© Daniel Kattnig