Mit einem Umzug, kulturellen Darbietungen und bäuerlichem Handwerk wurde in Steuerberg der Winter vertrieben. Das traditionelle Bärentreiben lockte zahlreiche Besucher an. Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser eröffnete den knapp einen Kilometer langen Festzug und erinnerte in seiner Rede an seine Jugendjahre in Steuerberg.
„Ich freue mich, heute im Ort meines Herzens zu sein“, betonte Kaiser und zitierte aus der Steuerberghymne. Der Landeshauptmann würdigte den Einsatz des Kulturvereins für den Erhalt des Brauchtums und lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen.
Ehrenamt und gelebtes Brauchtum
Kulturvereinsobmann Josef Rainer begrüßte neben Kaiser zahlreiche Ehrengäste, darunter Klubobmann Erwin Angerer, Peter Fercher vom Kärntner Bildungswerk, LAbg. René Willegger und Bürgermeister Werner Egger. Auch ORF-Moderator Martin Weberhofer und Eventmanager Hannes Jagerhofer waren dabei.
Der Kulturverein Steuerberg, gegründet 1975, vereint zahlreiche lokale Vereine und Gruppen. Über 230 Akteure machten das Winteraustreiben mit dem „Erlegen des Bären“ zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Vom Feitl begraben über die Faschingshochzeit bis zur brennenden Bärenhütte wurde altes Brauchtum lebendig.
Der Bär und das Feuer
Das Highlight des Tages war die Jagd auf den als Bär verkleideten Marcel Tirof. Verfolgt von den Jägern hielt er so lange wie möglich in der brennenden Bärenhütte aus, ehe er symbolisch erlegt wurde – ein Zeichen für das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings.