Gegen 19.30 Uhr wurde der Mann auf der B106 Mölltal Straße bei Kolbnitz von einer Polizeistreife kontrolliert. Die Beamten stellten deutliche Alkoholisierungsmerkmale fest. Doch statt sich einem Alkotest zu unterziehen, trat der Lenker aufs Gas und flüchtete in Richtung Möllbrücke. Trotz Blaulicht und Folgetonhorn ignorierte er mehrere Anhalteversuche und raste mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch das Gemeindegebiet von Lurnfeld.
Geisterfahrer auf der Autobahn
In Pusarnitz überholte eine Polizeistreife den flüchtenden Klein-LKW, während eine weitere hinter ihm fuhr. Doch der 40-Jährige setzte seine Flucht rücksichtslos fort, überfuhr eine Verkehrsinsel und steuerte als Geisterfahrer auf die Tauernautobahn in Richtung Seeboden. Mit rund 180 km/h raste er auf drei entgegenkommende Fahrzeuge zu, deren Lenker in letzter Sekunde auf den Pannenstreifen ausweichen konnten. Ein Auto touchierte dabei die Leitschiene.
Nach rund 1,5 Kilometern endete die lebensgefährliche Fahrt. Im Bereich der Autobahnabfahrt Seeboden verlor der Mann die Kontrolle und krachte mit voller Wucht gegen eine Steinmauer. Für ihn kam jede Hilfe zu spät – er verstarb noch an der Unfallstelle.
Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften
Neben mehreren Polizeistreifen waren auch das Rote Kreuz Spittal/Drau mit Rettungswagen und Notarzt sowie die Feuerwehren Seeboden, Treffling und Spittal/Drau im Einsatz.