Seit 120 Jahren

Gur­nitz-Rat­sche ersetzt Oster-Glo­cken

Wenn die Glocken nach Rom „fliegen“, schlägt ihre Stunde: Die Osterratsche von Gurnitz meldet sich auch heuer wieder lautstark vom Kirchturm – ein einzigartiges Kulturgut mit über 120 Jahren Geschichte.

Gur­nitz-Rat­sche ersetzt Oster-Glo­cken Seit über 120 Jahren ersetzt die Osterratsche von Gurnitz die Glocken – lautstark und einzigartig.

© Günther Gasper

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Zu Ostern schwei­gen in katho­li­schen Gegen­den ab Grün­don­ners­tag um 21.15 Uhr die Kir­chen­glo­cken – als Zei­chen der Trau­er um den Tod Jesu Chris­ti. Doch damit es im Ort nicht still bleibt, kom­men die tra­di­tio­nel­len Rat­schen zum Ein­satz. In Gur­nitz über­nimmt dabei ein ech­tes Uni­kat den „Glo­cken­dienst“: die his­to­ri­sche Oster­rat­sche der Props­tei.

Kul­tur­er­be mit Motor

Die mäch­ti­ge Holz­kon­struk­ti­on, die mit ihrem knat­tern­den Klang durch das Glan­tal hallt, steht seit über 120 Jah­ren im Ein­satz. Diö­ze­san­kon­ser­va­to­rin Ros­ma­rie Schie­stl datier­te das Stück bei einer Bege­hung ins 19. Jahr­hun­dert. Ein elek­tri­scher Antrieb, der in den 1960er Jah­ren ergänzt wur­de, sorgt seit­her für den regel­mä­ßi­gen Ein­satz – pünkt­lich zur Kar­wo­che.

Die Gur­nit­zer Rat­sche gehört zur ältes­ten Mar­tins­kir­che Kärn­tens und ist damit nicht nur ein funk­tio­na­les Werk­zeug, son­dern auch ein Zeug­nis leben­di­ger Volks­fröm­mig­keit. Jedes Jahr erin­nert ihr Lärm an das bevor­ste­hen­de Hoch­fest der Auf­er­ste­hung und an eine Zeit, in der Tech­nik und Glau­be noch Hand in Hand gin­gen.

Ein Klang, der Gän­se­haut macht

Auch heu­er wird die „Gur­nitz-Ratschn“ wie­der vom Turm der Props­tei zu hören sein – als lau­tes Zei­chen der Ver­bun­den­heit mit einer der ältes­ten kirch­li­chen Tra­di­tio­nen Kärn­tens.

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10.04.2025 09:01
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Gur­nitz-Rat­sche ersetzt Oster-Glo­cken Seit über 120 Jahren ersetzt die Osterratsche von Gurnitz die Glocken – lautstark und einzigartig.

© Günther Gasper