Jahresbilanz

Kri­mi­na­li­tät in Kärn­ten steigt leicht

Kärnten verzeichnete 2024 einen Anstieg der Gesamtkriminalität um 813 Delikte. Während Gewalt in der Privatsphäre zurückging, nahm die Suchtmittelkriminalität stark zu. Die Polizei zeigt sich mit einer Aufklärungsquote von 61,6 Prozent dennoch zufrieden.

Polizei Mehr Delikte, mehr Ermittlungen: Kärntens Polizei bilanzierte 2024 mit steigenden Anzeigen, aber auch besserer Aufklärungsquote.

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Im Jahr 2024 wur­den in Kärn­ten 26.398 Straf­ta­ten ange­zeigt – um 813 mehr als 2023. Das ent­spricht einem Anstieg von 3,2 Pro­zent. Zugleich konn­te die Poli­zei 18.900 Tat­ver­däch­ti­ge aus­for­schen, ein Plus von 5,1 Pro­zent. Die Auf­klä­rungs­quo­te stieg auf 61,6 Pro­zent – der bes­te Wert seit 2021.

Anstieg bei Sucht­mit­tel- und Eigen­tums­de­lik­ten

Beson­ders deut­lich fiel der Zuwachs bei den Sucht­mit­tel­de­lik­ten aus: plus 15 Pro­zent auf 2.676 Anzei­gen. Auch Eigen­tums­de­lik­te wie Fahr­rad­dieb­stäh­le (+145 Fäl­le) oder Sach­be­schä­di­gun­gen (+151) nah­men zu. Ins­ge­samt wur­den 6.290 Eigen­tums­de­lik­te zur Anzei­ge gebracht, das sind 1,7 Pro­zent mehr als im Vor­jahr.

Inter­net­kri­mi­na­li­tät erst­mals rück­läu­fig

Erst­mals seit zehn Jah­ren ist die Inter­net­kri­mi­na­li­tät rück­läu­fig – sie sank um 3,5 Pro­zent auf 3.100 Delik­te. Gleich­zei­tig stieg die Auf­klä­rungs­quo­te in die­sem Bereich deut­lich auf 42,4 Pro­zent. Der Rück­gang betraf vor allem Inter­net­be­trug, der um 4,5 Pro­zent abnahm.

Gewalt bleibt kon­stant, Raub nimmt zu

Bei Gewalt­ver­bre­chen blieb das Niveau mit 4.232 Anzei­gen nahe­zu sta­bil. Rück­gän­ge gab es bei Gewalt in der Pri­vat­sphä­re (minus 7,2 Pro­zent) und bei Delik­ten mit Stich­waf­fen. Zunah­men wur­den hin­ge­gen bei Raub­de­lik­ten regis­triert: plus 20,7 Pro­zent, vor allem durch Stra­ßen­raub im Sucht­gift­mi­lieu.

Weni­ger Ein­brü­che in Woh­nun­gen

Ein deut­li­cher Rück­gang war bei Ein­brü­chen in Wohn­räu­me zu ver­zeich­nen – minus 12,9 Pro­zent auf 276 Anzei­gen. Dabei san­ken sowohl Ein­brü­che in Woh­nun­gen als auch in Wohn­häu­ser.

Trick­be­trug hal­biert, Cyber­ab­wehr gestärkt

Bei der Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät sank die Zahl der ange­zeig­ten Delik­te leicht auf 4.738. Auf­fäl­lig: Trick­be­trug ging im Ver­gleich zum Vor­jahr um 40 Pro­zent zurück. Mit einem neu­en Cyber­crime-Trai­ning-Cen­ter berei­tet die Poli­zei ihre Beam­tin­nen und Beam­ten auf die Her­aus­for­de­run­gen der digi­ta­len Kri­mi­na­li­tät vor.

Mehr Ver­kehrs­de­lik­te – aber weni­ger Tote

Im Stra­ßen­ver­kehr star­ben 2024 ins­ge­samt 29 Men­schen – einer weni­ger als 2023. Dafür stie­gen die Anzei­gen wegen Dro­gen­len­kens, Abstands­ver­ge­hen und Geschwin­dig­keit. Die Zahl der Anzei­gen wegen Alko­hol am Steu­er sank hin­ge­gen leicht.

Poli­zei setzt auf Aus­bil­dung

Mit Jah­res­en­de stan­den in Kärn­ten 2.247 Exe­ku­tiv­be­diens­te­te im Dienst, 580 davon Frau­en. Aktu­ell befin­den sich 266 Poli­zei­schü­le­rin­nen und ‑schü­ler in Aus­bil­dung. Wei­te­re Grund­aus­bil­dungs­kur­se sind bereits geplant.

14.04.2025 17:01
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Polizei Mehr Delikte, mehr Ermittlungen: Kärntens Polizei bilanzierte 2024 mit steigenden Anzeigen, aber auch besserer Aufklärungsquote.

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