Klagenfurt
Frühe Unterstützung für die Kleinsten
Die Frühen Hilfen, koordiniert durch die Unterabteilung Gesundheitsförderung und umgesetzt von der AVS , bieten Familien mit Kindern bis drei Jahren bereits ab der Schwangerschaft kostenlose Unterstützung.
© Büro Landesrätin Prettner
Anlässlich des „Tages des Babys“ am 2. Mai erinnerte Landesrätin Beate Prettner an die Angebote für Eltern, welche die Unterabteilung Gesundheitsförderung bietet. Die Aufgabe sei es, Eltern gerade in den sensibelsten Phasen des Lebens zur Seite zu stehen. Mit einem breiten Netzwerk an Unterstützungsangeboten werde dafür gesorgt, dass jedes Kind bestmöglich ins Leben starten kann — unabhängig von den individuellen Voraussetzungen.
Überforderungen verhindern!
Die Frühen Hilfen, koordiniert durch die Unterabteilung Gesundheitsförderung und umgesetzt von der AVS Kärnten, bieten Familien mit Kindern bis drei Jahren bereits ab der Schwangerschaft kostenlose, freiwillige und stets anonyme Unterstützung. Ziel ist es, Überforderungen zu verhindern, Orientierung zu geben und die Erziehungskompetenz zu stärken. Der Zugang erfolgt über Zuweisung durch stationäre oder ambulante Einrichtungen, kann aber auch direkt durch die Familien selbst erfolgen. Kontakt und Begleitung finden flexibel statt — zu Hause, in Kliniken oder Beratungsstellen.
2024: 334 Familien haben sich gemeldet
„Durch die Frühen Hilfen wird die Eltern-Kind-Bindung gestärkt und die Elternkompetenz gefördert. Es freut mich, dass die Frühen Hilfen seit 2024 als Regelleistung der Partner Bund, Länder sowie Kranken- und Pensionsversicherungsträger finanziert werden können”, sagt Prettner. Für 2025 stehe eine Million Euro in Kärnten zur Verfügung. Dass diese Mittel dringend benötigt werden, zeigen die Nutzungszahlen mit steigender Tendenz: 334 Familien haben 2024 Kontakt mit den Frühen Hilfen aufgenommen, davon wurden rund 200 längerfristig begleitet. Belastungen und Überforderung waren die häufigsten Gründe für eine Kontaktaufnahme.
Stillberatung und Frühchen-Treff
Ein weiteres Angebot ist die Stillberatung, die zweimal im Monat in allen Bezirksstädten angeboten wird — zusätzlich gibt es Workshops zur Stillvorbereitung. „Stillen ist für Kinder der ideale Start ins Leben. Für viele Mütter ist das Stillen jedoch nicht immer einfach“, erläutert die Landesrätin. Still- und Laktationsberaterinnen begleiten bei Gedeihstörungen, schlechtem Saugverhalten und Anlegeproblemen, bei schlechter Gewichtszunahme des Kindes, Schmerzen beim Stillen usw. Rund 450 Beratungen und knapp 1.000 Telefonberatungen gibt es jährlich.
Auch das Thema Frühgeburt ist eines, das Familien oft vor große Herausforderungen stellt. Seit Anfang 2024 bietet der vom Land Kärnten finanzierte Frühchen-Treff in Klagenfurt und Völkermarkt geschützte Räume für Austausch, Unterstützung und fachliche Begleitung durch Expertinnen zu Themen wie Entwicklung, Ernährung, Bindung, Schlaf oder Alltagshilfe.
