LKH Villach

Heb­am­men­ge­schich­te im Wan­del der Zeit

Anlässlich des heutigen internationalen Hebammentages (5. Mai) lädt das LKH Villach in Kooperation mit der FH Kärnten zu einer spannenden Zeitreise durch die Geschichte der Hebammen.

Heb­am­men­ge­schich­te im Wan­del der Zeit Zwei Hebammengenerationen vereint. Hebamme Johanna Gadner (l) und Gottfrieda Lamprecht.

© Kabeg

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Seit Jahr­tau­sen­den sind Heb­am­men hoch­ge­ach­te­te Mit­glie­der der Gesell­schaft. Schon in der Anti­ke berich­te­te Sokra­tes von den Tätig­kei­ten sei­ner Mut­ter als Heb­am­me. Vom Beruf der „Heb­am­me“ spricht man indes­sen seit dem 16. Jahr­hun­dert. „Damals wur­de das Wis­sen der Heb­am­men über die Kräu­ter­kun­de oder die Beglei­tung bei der Geburt das ers­te Mal schrift­lich fest­ge­hal­ten“, erzählt die lei­ten­de Heb­am­me im LKH Vil­lach, Sil­ke Fischer-Leit­ner.

Rei­se durch die Epo­chen

In Koope­ra­ti­on mit Stu­die­ren­den der FH Kärn­ten wur­den Pla­ka­te erstellt, die Inter­es­sier­te auf eine „Rei­se durch die Epo­chen“ der Heb­am­men­ge­schich­te mit­neh­men. Was über die Jahr­hun­der­te immer gleich­ge­blie­ben ist: „Die Arbeit mit unse­ren Hän­den. Sie waren und sind unser wich­tigs­tes Werk­zeug“, sagt Fischer-Leit­ner. Noch heu­te wird, neben wei­ter­füh­ren­den Ultra­schall­un­ter­su­chungs­mög­lich­kei­ten, über das Abtas­ten des Bau­ches die Lage des Kin­des durch die Heb­am­me bestimmt. Zudem wird den wer­den­den Müt­tern auch bei Gebärstel­lun­gen wie­der die ursprüng­li­che auf­rech­te Hal­tung vor­ge­schla­gen. Fischer-Leit­ner: „Sie ist des­we­gen zu bevor­zu­gen, da wäh­rend der Geburt die Schwer­kraft mit­hilft.“ Zwi­schen­zeit­lich riet man Gebä­ren­den eher zur Rücken- oder Sei­ten­la­ge. Und auch aus der jahr­tau­sen­de­al­ten Kräu­ter­kun­de wer­den heu­te noch Ele­men­te etwa in Form der Aro­ma­the­ra­pie ver­wen­det. „Was sich grund­le­gend geän­dert hat ist das wis­sen­schaft­li­che Vor­ge­hen sowie die tech­ni­schen Hilfs­mit­tel wie der Herz­tö­ne- und Wehen­schrei­ber“, berich­tet Fischer-Leit­ner. „Unver­än­dert ist in der moder­nen Geburts­hil­fe die gute und enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Heb­am­men und Geburts­hel­fer, um gemein­sam mit der wer­den­den Mut­ter die Geburt zu einem guten Abschluss zu füh­ren,“ ergänzt Abtei­lungs­vor­stand Pri­ma­ri­us Oli­ver Prey­er. Die Pla­kat-Aus­stel­lung ist bis inklu­si­ve Sonn­tag, den 11. Mai in der Aula des LKH Vil­lach zu sehen.

05.05.2025 11:00
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Heb­am­men­ge­schich­te im Wan­del der Zeit Zwei Hebammengenerationen vereint. Hebamme Johanna Gadner (l) und Gottfrieda Lamprecht.

© Kabeg