Villach
Wie aus Krieg Frieden wird
Die neue Ausstellung im Museum der Stadt Villach zeigt eindrucksvoll, wie Konflikte enden – und warum der Weg zum Frieden oft steiniger ist als der zum Krieg.
Museum der Stadt Villach, Sonderausstellung, von Links: Andreas Kuchler (Museumsdirektor), Nadja Finding, Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser, Arlo Newton Kleewein, Astrid Krenn und Claudia Zdolsek© Astrid Kompan
Ab Freitag (9. Mai) widmet sich das Museum der Stadt Villach in einer eindrucksvollen Sonderausstellung einem Thema, das aktueller nicht sein könnte: dem Ende von Kriegen. Sechs Beispiele – von Napoleon über den Ersten Weltkrieg bis zum Ukraine-Krieg – machen klar, dass Friedensprozesse selten geradlinig verlaufen. Bürgermeister Günther Albel und Kulturreferentin Gerda Sandriesser unterstreichen den Anspruch: Das Museum sei ein Ort der Bildung und des Mitgestaltens.
Vom Isonzo bis Kiew
Neben historischen Einblicken in vergangene Schlachten und Friedensverträge stehen besonders persönliche Schicksale im Mittelpunkt. Fotos, Originalobjekte wie ein beschossenes Auto aus der Ukraine oder eine Fliegerbombe zeigen das zerstörerische Ausmaß bewaffneter Konflikte. Besonders berührend: Zeitzeug:innen berichten von Flucht, Gewalt und Neuanfang. Ihre Stimmen werden mithilfe von KI-Technologie eindrucksvoll hör- und erlebbar gemacht.
Mitdenken, mitfühlen, mitgestalten
Nicht martialische Heldengeschichten stehen im Fokus, sondern Menschlichkeit und der steinige Weg zum Frieden. Interaktive Stationen laden ein, selbst Position zu beziehen, zu hinterfragen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Museumsdirektor Andreas Kuchler spricht von einem „Friedenslabor“, das Besucher:innen einlädt, selbst Teil der Veränderung zu werden.
Eintritt frei mit Kärnten Card
Die Ausstellung „Wie Kriege enden / How wars end“ ist bis 2. November zu sehen. Der Eintritt ist mit der Kärnten Card kostenlos. Tickets sind auch online buchbar – ein neues Service, das die Planung erleichtert.