Klagenfurt
Klagenfurt gibt Flughafenanteile ab
Ein finanzieller Befreiungsschlag: Die Stadt Klagenfurt trennt sich von ihren Anteilen am Flughafen.
© Red/KK
Mochar setzt klares Signal
Auf Antrag von Finanz- und Beteiligungsreferentin DI Constance Mochar wurde im Stadtsenat die Abgabe der 20-prozentigen städtischen Beteiligung an der Kärntner Flughafen Betriebsgesellschaft mbH beschlossen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage und künftiger Zuschusserfordernisse, die das Stadtbudget überfordern würden.
Da bis Ende Juni keine Gemeinderatssitzung mehr stattfindet, wurde die Entscheidung mittels § 73 des Klagenfurter Stadtrechts getroffen. Die Anteile gehen an die Kärntner Beteiligungsverwaltung (K‑BV), die bereits 80 Prozent hält. Mochar betonte, dass man trotz finanzieller Herausforderungen handlungsfähig bleiben und gezielt investieren müsse: „Der Bericht des Konsolidierungsstabs zeigt klar, vor welchen Herausforderungen wir stehen und welche konkreten Schritte wir setzen müssen, um das Budget mehrheitlich beschließen zu können. Es braucht nun Mut und Verantwortung zu Priorisierungen und Entscheidungen. Unser Ziel ist selbstredend ein handlungsfähiges Klagenfurt, das investiert, wo es notwendig ist, und gleichzeitig strukturell auf stabilen finanziellen Beinen steht.“
Maßnahmen für nachhaltige Sanierung
Parallel dazu präsentierte Mochar den Endbericht des städtischen Konsolidierungsstabs. Das rund 60-seitige Papier enthält Vorschläge zur nachhaltigen Budgetsanierung – erarbeitet von internen Fachleuten und externen Expert*innen. Ziel ist ein beschlussfähiges Budget noch im Sommer. Für Mochar ist klar: „Der Bericht zeigt, wo wir stehen – jetzt müssen Entscheidungen folgen.“

