Wernberg

Iron­man-Sie­ge­rin zu Besuch im Gemein­de­amt

Chiara Marita Szolderits hat beim „Ironman Austria“ in Klagenfurt als schnellste Frau triumphiert – und das als Hobbysportlerin. Bürgermeisterin Doris Liposchek hat sie nun im Gemeindeamt empfangen und persönlich gratuliert.

Iron­man-Sie­ge­rin zu Besuch im Gemein­de­amt Bürgermeisterin Doris Liposchek (rechts) und Amtsleiterin Anja Schweda (links) gratulierten Ironman-Gewinnerin Chiara Marita Szolderits im Gemeindeamt

© Gemeinde Wernberg

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Emp­fang nach sport­li­cher Glanz­leis­tung

Chia­ra Mari­ta Szol­de­rits hat am Sonn­tag, dem 15. Juni 2025, den Iron­man Aus­tria in Kla­gen­furt als schnells­te Frau abge­schlos­sen. Nach 3,8 Kilo­me­tern Schwim­men, 180 Kilo­me­tern Rad­fah­ren und einem Mara­thon­lauf von 42,195 Kilo­me­tern hat sie das Ziel nach exakt 9 Stun­den, 32 Minu­ten und 37 Sekun­den erreicht. Damit hat sich die 26-Jäh­ri­ge aus Wern­berg den ers­ten Platz bei den Damen gesi­chert.

Per­sön­li­che Gra­tu­la­ti­on im Gemein­de­amt

Am Mitt­woch, dem 18. Juni, hat Bür­ger­meis­te­rin Doris Lipo­schek die Ath­le­tin im Gemein­de­amt emp­fan­gen, um ihr per­sön­lich zu gra­tu­lie­ren. Sie hat Szol­de­rits einen Blu­men­strauß und einen Obst­korb über­reicht und betont: „Ich bin beein­druckt, dass sie den Iron­man als Hob­by­sport­le­rin gewon­nen hat – ange­trie­ben allein von der Freu­de am Sport.“

Sport­le­rin mit Wur­zeln in Frie­sach

Szol­de­rits stammt aus Frie­sach und lebt seit 2020 in der Gemein­de Wern­berg. Neben dem Tri­ath­lon ist sie auch musi­ka­lisch aktiv – als Sän­ge­rin bei Hoch­zei­ten, Tau­fen und Fei­ern. Beruf­lich arbei­tet sie als IT-Pro­jekt­ma­na­ge­rin in Kla­gen­furt. Die sport­li­che Vor­be­rei­tung auf den Iron­man hat sie ohne Trai­ner, aber mit viel Eigen­mo­ti­va­ti­on und Unter­stüt­zung aus dem Freun­des­kreis gemeis­tert.


Das Inter­view zum Nach­le­sen


Was hat dich nach Wern­berg ver­schla­gen?

Ursprüng­lich kom­me ich aus Frie­sach. Im Jahr 2020 bin ich nach Wern­berg gezo­gen, weil ich neben mei­nem Stu­di­um eine Prak­ti­kums­stel­le bei „Infi­ne­on“ in Vil­lach erhal­ten habe. Da ich länd­lich auf­ge­wach­sen bin, woll­te ich nicht direkt in Vil­lach woh­nen, son­dern in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung, wo ich auch rasch zur Uni­ver­si­tät in Kla­gen­furt kom­me. Für Sport­ler ist die Lage wirk­lich per­fekt. Der Drau­rad­weg, die Ber­ge, die Seen – man hat hier alles, was man braucht, und auch die Ruhe genie­ße ich sehr.


Wie lief dei­ne sport­li­che Lauf­bahn bis­her ab? Hast du tat­säch­lich als Hob­by­sport­le­rin am Iron­man teil­ge­nom­men?

Ich bin erst im Jahr 2019 zum Tri­ath­lon gekom­men und habe im Jän­ner 2020 Krau­len gelernt. Mein Ver­ein ist das „OMNi-BiO­TiC Power­team“. Vom Ver­ein wer­de ich mit Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln, Sport­nah­rung und Beklei­dung aus­ge­stat­tet. Die Teil­nah­me ist als Hob­by­sport­le­rin erfolgt, weil ich kei­ne Pro­fi­li­zenz habe. Gene­rell waren in Kla­gen­furt heu­er nur Hob­by­ath­le­tin­nen, also „Age Grou­pers“, am Start.


Wie lan­ge und vor allem wie hast du dich auf den Iron­man vor­be­rei­tet?

Mir macht das Trai­ning extrem viel Spaß und dadurch berei­te ich mich nahe­zu immer dar­auf vor. Einen rich­ti­gen Fokus habe ich jedoch erst ab Anfang März gelegt. Ich trai­nie­re mich selbst, habe kei­nen Trai­ner und das ist auch gut so. Man lernt extrem gut sei­nen eige­nen Kör­per ken­nen, lernt auf sein Gefühl zu hören und vor allem dar­auf zu ver­trau­en. Pro Woche trai­nie­re ich rund 20 Stun­den, meis­tens zwei Ein­hei­ten pro Tag. Weil ich nahe­zu nur im Home­of­fice arbei­te, nut­ze ich mei­ne Mit­tags­pau­se immer für eine Ein­heit, die ich aus­deh­nen kann, sofern kei­ne Ter­mi­ne in der Arbeit anste­hen. Die meis­te Zeit ver­brin­ge ich am Rad, weil das mei­ne größ­te Lei­den­schaft ist. Ich war im April in Kroa­ti­en und auf Mal­lor­ca, um Rad­ki­lo­me­ter zu sam­meln.


Und wo trai­nierst du in der Hei­mat?

Zum Schwim­men ist es für mich im Win­ter in die „Kärn­ten Ther­me“ in Warm­bad-Vil­lach gegan­gen. Sobald es wär­mer wird, schwim­me ich im Frei­bad Wern­berg oder im Faa­ker See. Für mich gibt es nichts Schö­ne­res als sagen zu kön­nen, die Leis­tung wur­de ein­zig und allein von mir erreicht – ohne Trai­ner, ohne Ernäh­rungs­coach und ohne Men­tal­coach. Dan­ken möch­te ich aber auch mei­nen zwei Freun­den, mit denen ich zahl­rei­che gemein­sa­me Trai­nings­ein­hei­ten absol­vie­ren konn­te und die mich immer zu Höchst­leis­tun­gen auch im Trai­ning gepusht haben.


Stimmt es, dass du mit einem ein­fa­chen Renn­rad den Iron­man bewäl­tigt hast?

Ja, das ist rich­tig. Bei mei­nen letz­ten drei Teil­nah­men bin ich mit einem Zeit­fahr­rad bzw. Tri­ath­lon­rad gestar­tet. Ich habe es aber Anfang des Jah­res ver­kauft, weil es elf Mona­te im Jahr nur in mei­ner Woh­nung steht. Bei mei­nem Renn­rad habe ich dafür Auf­lie­ger mon­tiert und ein zusätz­li­ches „Bike­fit­ting“ in Anspruch genom­men, um die best­mög­li­che Posi­ti­on zu errei­chen.


Ste­hen heu­er wei­te­re sport­li­che Höhe­punk­te auf dem Pro­gramm?

Nein, ich habe gar nichts mehr geplant. Ver­mut­lich wer­de ich bei „Kärn­ten läuft“ star­ten oder noch ein paar Rad­ren­nen mit­ma­chen. Mir geht es rein um den Spaß am Sport und der „Iron­man Aus­tria“ ist immer mein High­light.

19.06.2025 11:00
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Iron­man-Sie­ge­rin zu Besuch im Gemein­de­amt Bürgermeisterin Doris Liposchek (rechts) und Amtsleiterin Anja Schweda (links) gratulierten Ironman-Gewinnerin Chiara Marita Szolderits im Gemeindeamt

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