Osttirol
Noch immer kein “Brand aus” in Osttirol
Es kam auch zu einer großen Explosion. Ein direkter Löscheinsatz war für die Einsatzkräfte aufgrund "massiver Eigengefährdung" am Abend vorerst nicht möglich.
In der Recycling-Anlage in Nußdorf-Debant in Osttirol brach am Samstagnachmittag (28. Juni 2025) ein schwerer Brand aus.© Freiwillige Feuerwehr Greifenburg
Ein Großbrand in einer Recycling-Anlage in Nußdorf-Debant in Osttirol hat seit Samstagnachmittag (28. Juni 2025) bis in die Abendstunden mehr als 170 Feuerwehrleute von 13 Feuerwehren in Atem gehalten. Sie versuchten, die Flammen einzudämmen und eine Ausbreitung auf Gebäude zu verhindern — es kam laut Polizei auch zu einer großen Explosion. Sechs Feuerwehrleute wurden im Zuge der Brandbekämpfung verletzt.
“Massive Eigengefährdung”
Im Laufe des Nachmittags breiteten sich die Flammen “massiv” aus. Ein direkter Löscheinsatz war für die Einsatzkräfte aufgrund “massiver Eigengefährdung” am Abend vorerst nicht möglich, hieß es. Um den betroffenen Bereich wurde ein Sperrkreis errichtet, um die Gefährdung für unbeteiligte Personen so gering wie möglich zu halten. Es werde versucht, ein Ausbreiten des Feuers mit weitreichenden Wasserwerfern zu verhindern, hieß es dann seitens des Landes am späten Samstagabend. Ein Fokus sei auch darauf gerichtet, eine Stromleitung, die im Bereich des Areals liegt, sowie einen Mast im Nahbereich vor den Flammen zu schützen.
Hilfe angefordert
Noch am Samstag trafen Katastrophenhilfszüge mit Tanklöschfahrzeugen, Pumpen und Schlauchmaterial aus Oberkärnten und Sonntagfrüh (29. Juni 2025) solche aus den Bezirken Kitzbühel und Kufstein ein. Sie sollen die örtlichen Feuerwehrkräfte bei der Brandbekämpfung unterstützen. Zentral sei, dass eine weitere Ausbreitung des Großbrandes verhindert werde.

