Kommentar

Letz­te Run­de für Kla­gen­furts Stadtshe­riffs?

Sie patrouillieren in schicken Uniformen, tragen Pfefferspray im Pistolenhalfter – und kosten der Stadt 1,1 Millionen Euro pro Jahr. Nun sollen die „Stadtsheriffs“ ab 2026 verschwinden. Zumindest offiziell.

Ordnungsamt Die Stadt Klagenfurt übernimmt Sicherheits- und Portierdienste künftig selbst und stellt das Ordnungsamt organisatorisch neu auf – mit dem Ziel klarerer Strukturen und geringerer Kosten.

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Schi­ka­ne oder Sicher­heit?

Die Lis­te der Beschwer­den ist lang: Markt­stand­ler füh­len sich schi­ka­niert, Bürger*innen kla­gen über Anzei­gen wegen Lap­pa­li­en. Freund­li­cher Bür­ger­ser­vice? Eher Fehl­an­zei­ge. Ein­nah­men bringt die Trup­pe zwar – rund 500.000 Euro im Jahr –, doch der Rest wird aus dem Stadt­bud­get gestopft. Das Ord­nungs­amt wird eva­lu­iert, über Ver­set­zun­gen wird nach­ge­dacht. Poli­ti­sche Grund­satz­fra­ge: Abschaf­fen oder abspe­cken?

Eti­ket­ten­tausch statt Reform

Vize­bür­ger­meis­ter Patrick Jon­ke rech­net mit 990.000 Euro Erspar­nis – Geld fürs Hal­len­bad. Klingt nach strik­tem Spar­kurs, ist aber vor allem ein Eti­ket­ten­tausch: Die Leu­te blei­ben, nur die Uni­form geht. Wäh­rend­des­sen läuft eine Social-Media-Umfra­ge. Bürger*innenbeteiligung oder Eigen-PR? Der Ver­dacht liegt nahe. Poli­ti­sche Kom­pe­tenz sieht jeden­falls anders aus.

PR-Manö­ver mit Pfef­fer­spray-Geruch

Das „Aus“ fürs Ord­nungs­amt ist weder gro­ße Reform noch ech­ter Spar­kurs. Es ist ein PR-Manö­ver – mit maxi­ma­lem Schlag­zei­len­wert und mini­ma­lem Ver­än­de­rungs­wil­len. Und die Fra­ge bleibt: Wer zahlt künf­tig für den freund­li­chen Gruß am öffent­li­chen Platz?

14.08.2025 10:00
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Ordnungsamt Die Stadt Klagenfurt übernimmt Sicherheits- und Portierdienste künftig selbst und stellt das Ordnungsamt organisatorisch neu auf – mit dem Ziel klarerer Strukturen und geringerer Kosten.

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