Rekordbelastung für Arbeitende
Am 12. August war das Pensionsbudget für heuer rechnerisch aufgebraucht – ab diesem Tag fließen täglich 230 Millionen Euro aus anderen Mitteln. Wenige Tage später, am 17. August, arbeiten die Menschen erstmals „für sich selbst“: Bis dahin ging jeder verdiente Euro an den Staat.
Forderung nach Reformpaket
„Dass beide Daten so spät im Jahr liegen, ist ein doppeltes Alarmsignal“, sagt Nika Basic, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten. Sie verlangt ein Maßnahmenpaket: Steuer- und Abgabenquote senken, Pensionsantrittsalter an die Lebenserwartung koppeln und Verwaltung effizienter machen.
OECD-Vergleich zeigt Handlungsbedarf
Mit 47 Prozent Belastung liegt Österreich klar über dem OECD-Schnitt von 34,9 Prozent. Länder wie die Niederlande zeigen, dass ein starker Sozialstaat auch mit geringerer Abgabenquote möglich ist. Ohne Reformen steuere man auf eine gefährliche Schieflage zu, so Basic.

