Natur
Start für Wildbachprojekt Liputznikbach in Zell
Die Arbeiten sollen den Hochwasserschutz dauerhaft gewährleisten und die Anforderungen von Umwelt- und Naturschutz erfüllen. Mit diesem Projekt wird die Region Zell/Pfarre resilient gegenüber Naturgefahren aufgestellt.
Landesrat Daniel Fellner gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde und der Wildbach- und Lawinenverbauung bei der Baustelleneröffnung.© Büro LR Fellner
Nunmehr starten die Bauarbeiten für die neuen Schutzmaßnahmen am Liputznikbach in der Gemeinde Zell-Pfarre (Klagenfurt Land). Ziel des Projekts ist es, den Hochwasserschutz für den Siedlungsbereich nachhaltig zu verbessern und die bestehenden Verbauungen aus den Jahren 1962 und 1963 an den aktuellen Stand der Technik und die heutigen Abflusswerte anzupassen.
Für Sicherheit der Gemeinden
Der Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner hebt die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde hervor: “Mit dem Spatenstich für das Wildbachprojekt Liputznikbach setzen wir einen wichtigen und vor allem nachhaltigen Schritt für die Sicherheit unserer Gemeinden. Hochwasserschutz bedeutet Lebensqualität und Zukunftssicherung zugleich.” Die modernen Hochwasserverbauungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region. “Menschen wollen sicher leben, es ist unsere gemeinsame Aufgabe diesen Schutz jetzt und in Zukunft zu gewährleisten.”
Lebensader des ländlichen Raums
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber rechnet den Maßnahmen eine hohe Bedeutung bei, denn mit dem Projekt am Liputznikbach erhöhe man nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung, sondern schütze auch die L103 Waidischer Straße, als wichtige Straßeninfrastruktur im Einzugsgebiet. “Unsere Straßen sind die Lebensadern des ländlichen Raums. Umso wichtiger sind daher solche Investitionen in Verbauungsprojekte, die Schäden präventiv verhindern sollen. Es freut mich, dass wir als Land gemeinsam mit dem Bund und den Partnern vor Ort diese nachhaltigen Schutzmaßnahmen umsetzen können.”
Wissenswert
Die ursprünglichen Verbauungen bestanden aus Betongerinnen im Siedlungsbereich sowie Holz- und Gabionen-Grundschwellen oberhalb der Ortschaft. Viele dieser Strukturen erfüllen heute ihre Schutzfunktion nicht mehr. Im Rahmen des Projekts werden Haupt- und Seitenbäche modernisiert, und am Beginn des Siedlungsbereiches werden rückbaubare Geschieberückhaltesperren für die Bewirtschaftung von Geschiebe und Wildholz errichtet.
Die Gesamtkosten von 1,7 Millionen Euro werden durch Bund (1.054.000 Euro), Land Kärnten — Wasserwirtschaft (340.000 Euro), Landesstraßenverwaltung (85.000 Euro), Schutzwasserverband Rosental (187.000 Euro) und Verbund (34.000 Euro) getragen.


