Achtung Wildwechsel

Wild­un­fäl­le im Herbst ver­mei­den

Mit der Umstellung auf die Winterzeit steigt in Kärnten das Risiko von Wildunfällen. Besonders in der Dämmerung häufen sich Zusammenstöße mit Wildtieren. Bereits über 3.300 Rehe und Stück Rotwild sind heuer verunglückt.

Wild­un­fäl­le im Herbst ver­mei­den Mit der Winterzeit steigt wieder die Gefahr von Wildunfällen.

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Mehr Gefahr in der Däm­me­rung

Dun­kel­heit, schlech­te Sicht und zu hohes Tem­po zäh­len zu den häu­figs­ten Ursa­chen. Laut Jäger­schaft, Poli­zei und ÖAMTC hilft vor allem auf­merk­sa­mes und ange­pass­tes Fah­ren, um Unfäl­le zu ver­mei­den. Wer in Wald­ge­bie­ten unter­wegs ist, soll­te das Tem­po redu­zie­ren, Stra­ßen­rän­der im Blick behal­ten und stets brems­be­reit sein.

ÖAMTC-Jurist Mag. Patrick Bos­chitz betont: „Im Bereich von Wild­wech­sel-Warn­schil­dern soll­te man immer beson­ders auf­merk­sam fah­ren. Ist ein Tier in Sicht, Geschwin­dig­keit redu­zie­ren, Fern­licht aus­schal­ten und hupen. Läuft es davon, vor­sich­tig blei­ben – Wild flüch­tet oft in Grup­pen.“

Rich­ti­ges Ver­hal­ten bei Wild­wech­sel

Steht Wild am Stra­ßen­rand, soll­te sofort das Tem­po gedros­selt wer­den, um Reak­ti­ons­zeit zu gewin­nen. Springt das Tier auf die Fahr­bahn, heißt es: brem­sen, Lenk­rad fest­hal­ten, Spur hal­ten. Aus­weich­ma­nö­ver kön­nen gefähr­li­cher sein als der Auf­prall selbst.

Kommt es zum Unfall, gilt: Unfall­stel­le absi­chern, Poli­zei ver­stän­di­gen, Tier nicht mit­neh­men. Laut Oberst Adolf Wink­ler, Lei­ter der Lan­des­ver­kehrs­ab­tei­lung, stellt das Weg­fah­ren ohne Ver­stän­di­gung der Poli­zei Fah­rer­flucht dar. Das Mit­neh­men eines ver­letz­ten oder toten Wild­tiers ist zudem straf­bar.

Ver­ant­wor­tung der Jäger­schaft

Wild­tie­re unter­lie­gen kei­nem pri­va­ten Besitz und fal­len in die Zustän­dig­keit der Jagd­aus­übungs­be­rech­tig­ten. Eine Tier­arzt­pra­xis ist daher nicht der rich­ti­ge Anlauf­punkt. Oft muss ein Tier weid­ge­recht erlöst wer­den – das geschieht über Poli­zei und Jäger­schaft.

Lan­des­jä­ger­meis­ter Dr. Wal­ter Brun­ner erin­nert: „Auf Wild­tie­re muss geach­tet wer­den, bevor sie in Kon­takt mit Men­schen kom­men. Jede Ein­schrän­kung ihrer Frei­heit bedeu­tet Stress – Ver­ant­wor­tung trägt jeder Ein­zel­ne.“

Ver­si­che­rung und Wild­wa­r­ner

Wild­schä­den sind in der Regel über die Kas­ko­ver­si­che­rung gedeckt, aller­dings nur mit Poli­zei­be­stä­ti­gung. Bei rei­ner Haft­pflicht blei­ben Betrof­fe­ne meist auf den Kos­ten sit­zen. Der ÖAMTC hilft Mit­glie­dern bei der Abwick­lung und bie­tet im Scha­dens­fall Unter­stüt­zung.

Seit 2008 läuft in Kärn­ten das Wild­wa­r­ner­pro­jekt: Auf 243 Kilo­me­tern gefähr­de­ter Stra­ßen sind rund 12.500 Wild­wa­r­ner instal­liert, die Tie­re mit opti­schen und akus­ti­schen Signa­len von der Stra­ße fern­hal­ten – zum Schutz für Mensch und Tier.

20.10.2025 13:00
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Wild­un­fäl­le im Herbst ver­mei­den Mit der Winterzeit steigt wieder die Gefahr von Wildunfällen.

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