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“Auf den Moment haben wir gewar­tet”

Für den entscheidenden Schritt hat man es heute im Spiel gegen Zypern selbst in der Hand. Anpfiff ist um 18 Uhr in Limassol.

“Auf den Moment haben wir gewar­tet” Für den entscheidenden Schritt hat man es heute (15. November 2025) selbst in der Hand.

© ÖFB/Christopher Kelemen

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Mit Span­nung, Vor­freu­de und einer gro­ßen Por­ti­on Selbst­ver­trau­en blickt das öster­rei­chi­sche Natio­nal­team auf das ent­schei­den­de Wochen­en­de in der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on. In Paphos, wo sich das Team von Ralf Rang­nick auf die Par­tie gegen Zypern vor­be­rei­tet, herrscht kon­zen­trier­te Anspan­nung – und spür­ba­rer Glau­be an den gro­ßen Traum. “Wir haben uns lan­ge auf die­sen Moment vor­be­rei­tet, jetzt kommt er end­lich”, sagt Chris­toph Baum­gart­ner, der in die­ser Sai­son bei RB Leip­zig zu den Fix­grö­ßen zählt. Der 26-Jäh­ri­ge sprüht vor Zuver­sicht: “Man merkt bei jedem im Team, dass eine Extra-Span­nung da ist. Das darf auch so sein. Bei wich­ti­gen Spie­len bin ich lie­ber einen Tick drü­ber als einen Tick drun­ter.”

Selbst­kri­tik und kla­re Zie­le

Ein Sieg gegen Zypern – und mit etwas Schüt­zen­hil­fe aus Rumä­ni­en – könn­te das WM-Ticket für 2026 bereits am Sams­tag sichern. Baum­gart­ner betont die gute Aus­gangs­po­si­ti­on, bleibt aber rea­lis­tisch: “Wir hät­ten es uns mit dem Last-Minu­te-Gegen­tor in Rumä­ni­en leich­ter machen kön­nen. Trotz­dem: Wir sind bereit und haben ein super Gefühl.” Die bis­he­ri­ge Qua­li­fi­ka­ti­on bewer­tet der Offen­siv­spie­ler mit einer Mischung aus Selbst­ver­trau­en und Ehr­lich­keit: “Einer­seits war es sou­ve­rän, ande­rer­seits noch nicht ganz auf dem Niveau, das wir schon gezeigt haben. Aber am Ende zählt nur, dass du dabei bist.” Baum­gart­ner, der in gro­ßen Spie­len regel­mä­ßig auf­zeigt – etwa bei der EM 2021 gegen die Ukrai­ne oder beim 3:1 gegen Polen in Deutsch­land –, bleibt fokus­siert: “Tore sind nicht das Wich­tigs­te. Ich will ein­fach, dass wir die­se zwei Spie­le so bestrei­ten, dass wir bei der WM dabei sind.”

Wim­mer: “Das gan­ze Land will es”

Auch Team­kol­le­ge Patrick Wim­mer teilt die Auf­bruchs­stim­mung. Der Wolfs­burg-Legio­när spricht von einer “rie­si­gen Vor­freu­de” auf die ent­schei­den­de Pha­se der Qua­li. “Jeder will sich qua­li­fi­zie­ren, das gan­ze Land, alle Fans wol­len es”, betont der 24-Jäh­ri­ge. Das Hin­spiel gegen Zypern ist ihm noch gut in Erin­ne­rung: “Es war sehr schwer, sehr zwei­kampf­be­tont. Wir müs­sen uns wie­der dar­auf ein­stel­len, dass sie bei jedem Kon­takt hin­flie­gen.” Gleich­zei­tig ist Wim­mer über­zeugt, dass das ÖFB-Team das Heft in der Hand hat: “Wenn wir unser Spiel auf den Platz brin­gen, sind wir die bes­se­re Mann­schaft.” Den Vor­wurf des rumä­ni­schen Team­chefs Mir­cea Luces­cu, Öster­reich sei “aus­re­chen­bar”, kon­tert Wim­mer selbst­be­wusst: “Wenn eh jeder weiß, wie wir spie­len, war­um sind wir dann Tabel­len­füh­rer?”

Sei­wald: “Wir sind rich­tig heiß auf das Spiel”

Eben­falls vol­ler Ener­gie zeigt sich Nico­las Sei­wald, der beim Natio­nal­team inzwi­schen zu den zen­tra­len Figu­ren zählt. “Es ist eine posi­ti­ve Anspan­nung da, wir sind rich­tig heiß auf das Spiel und vol­ler Vor­freu­de”, so der Salz­bur­ger. Gleich­zei­tig warnt er vor dem Geg­ner: “Zypern ist eine Mann­schaft mit Men­ta­li­tät. Sie kön­nen im Ball­be­sitz etwas, wenn man ihnen Räu­me lässt.” Sei­wald erwar­tet ein aggres­si­ve­res Pres­sing der Zyprio­ten als im Hin­spiel – und weiß, wie man dar­auf reagie­ren will: “Wir wol­len hohe Ball­ge­win­ne schaf­fen und so auf­tre­ten, als wären wir die Heim­mann­schaft.” Trotz des 0:1‑Rückschlags in Rumä­ni­en bleibt der 24-Jäh­ri­ge sei­ner Linie treu: “Es liegt nicht am Spiel­stil, son­dern dar­an, wie wir ihn aus­ge­führt haben. Die Idee bleibt die glei­che.” Über die Bedeu­tung einer mög­li­chen WM-Teil­nah­me muss Sei­wald nicht lan­ge nach­den­ken: “Eine WM ist noch ein­mal grö­ßer als eine EM. Wir wol­len unbe­dingt hin und eine neue Geschich­te schrei­ben.”

Schmid: “Eine eige­ne Geschich­te schrei­ben”

Roma­no Schmid blickt dem WM-Qua­li-Fina­le mit kla­rer Ziel­set­zung ent­ge­gen. Der Stei­rer, der in Paphos zuletzt wie­der voll mit­trai­nier­te, sieht in der bevor­ste­hen­den Ent­schei­dung “eine gro­ße Chan­ce, Geschich­te zu schrei­ben”. Über die frü­he­ren WM-Auf­trit­te Öster­reichs wuss­te der 25-Jäh­ri­ge lan­ge wenig. “Als Kind habe ich null von frü­he­ren Tur­nie­ren erzählt bekom­men. Jetzt weiß ich, dass 1954 der drit­te Platz und 1990 der letz­te Sieg waren – aber eine eige­ne Geschich­te zu schrei­ben, ist schö­ner. Des­we­gen ist in mei­nem Kopf nur, dass wir zur WM fah­ren”, erklär­te Schmid. Dass der Weg dort­hin kein Selbst­läu­fer wird, ist ihm bewusst: “Zypern hat vie­le star­ke Spie­ler und war im Hin­spiel sehr aggres­siv. Wir müs­sen noch aggres­si­ver sein.” Opti­mis­tisch stim­men ihn die Ein­drü­cke der letz­ten Tage: “Da ist rich­tig Feu­er drin. Ich habe sel­ten so gute Trai­nings gese­hen, wo so viel Druck und Inten­si­tät drin war.” Phy­sisch fühlt sich der Wer­der-Legio­när bereit: “Ich bin top­fit und freue mich rie­sig auf Sams­tag.”

Team­geist und Ziel­stre­big­keit als Erfolgs­re­zept

Ob Baum­gart­ner, Wim­mer, Sei­wald oder Schmid – das gesam­te ÖFB-Team strahlt vor den ent­schei­den­den Qua­li­fi­ka­ti­ons­spie­len Geschlos­sen­heit und Zuver­sicht aus. Team­chef Ralf Rang­nick hat eine Mann­schaft geformt, die nicht nur spie­le­risch, son­dern auch men­tal gereift wirkt. “Wir haben uns als Team wei­ter­ent­wi­ckelt”, sagt Baum­gart­ner. “Jetzt wol­len wir uns das beloh­nen, wofür wir so lan­ge gear­bei­tet haben.“ Am Sams­tag in Lima­ssol soll der nächs­te Schritt Rich­tung Welt­meis­ter­schaft 2026 gelin­gen – mit einem kla­ren Ziel vor Augen: “Wir wol­len Geschich­te schrei­ben.”

15.11.2025 13:00 - Update am: 12.08.2026 16:32
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“Auf den Moment haben wir gewar­tet” Für den entscheidenden Schritt hat man es heute (15. November 2025) selbst in der Hand.

© ÖFB/Christopher Kelemen