Kärnten
Meilenstein für das Gesundheitswesen
Überreicht wurden die Zeugnisse von Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrätin Beate Prettner und KABEG-Vorstand Arnold Gabriel.
© LPD Kärnten/Bauer
Nach drei intensiven Ausbildungsjahren und insgesamt 4.600 Stunden in Theorie und Praxis bekamen 25 Absolventen der neuen Ausbildung zur Operationstechnische Assistenz (OTA) ihre Diplome im Spiegelsaal der Landesregierung verliehen.
Beitrag zur Qualität in den OP-Sälen
„Der Abschluss markiert auch für das Kärntner Gesundheitswesen einen riesigen Sprung vorwärts“, sagte Kaiser und erklärte, dass das Gesundheitswesen rasanten Entwicklungen unterliegt. “Mit dieser qualitativ hochwertigen Ausbildung stellt ihr eine entscheidende Ergänzung für die lebenswichtige Arbeit in den Operationssälen in Kärnten dar.” Mit dem Abschluss der OTA-Ausbildung leisten sie zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur hohen Qualität in den Kärntner OP-Sälen und Krankenhäusern, denn Operationen werden immer komplexer und technisch anspruchsvoller. Operationen sind eine Teamleistung.
Egal ob Quereinsteiger oder Berufseinsteiger
„Der heutige Tag zeigt, welches Zukunftspotenzial in den Mitarbeitern der KABEG steckt”, freut sich KABEG-Vorstand Arnold Gabriel. Mit diesem Programm reagiere die KABEG frühzeitig auf den Fachkräftemangel und öffne sich gezielt für alle Altersgruppen – egal ob Quereinsteiger aus anderen Berufsgruppen oder als Berufseinsteiger. Besonders stolz zeigte er sich über die geleistete Pionierarbeit der KABEG, der Lehrenden und dankte für die geschaffenen Rahmenbedingungen durch die Politik. Sein Dank galt auch seinem gesamten Team, Gesundheitsreferentin Prettner und Landeshauptmann Kaiser. Die Absolventinnen und Absolventen sind nun in KABEG-Häusern und anderen Spitälern in Kärnten tätig.
Jasmina Skalič und Sandra Lorenz
Die zwei Absolventinnen Jasmina Skalič und Sandra Lorenz sprachen für ihren gesamten Ausbildungslehrgang und bedankten sich beim anwesenden Lehrpersonal: „Es waren auch euer offenes Ohr für unsere Anliegen, die Unterstützung und der Rückhalt, die uns durch diese harte Ausbildung getragen haben.” Sie beide unterstrichen den Zusammenhalt, der in den letzten drei Jahren innerhalb des Klassenverbunds entstanden sei. Ihr Dank galt stellvertretend allen Freunden und Familienangehörigen, auf deren Unterstützung sie immer zählen konnten.
Was ist die Operationstechnische Assistenz?
OTA ist eine OP-spezifische Alternative zum klassischen Pflegeberuf, der OP-Pflege gleichgestellt, und ein vollwertiger Beruf im OP-Bereich ist. Die Tätigkeitsfelder der OTA sind vielseitig, sie reichen von der Versorgung und Betreuung der Patienten vor der OP bis zur Assistenz in allen operativen Fachrichtungen. Zudem sind sie für die Wartung, Desinfektion und Vorbereitung von medizinischen Geräten und Instrumenten im Operations- bzw. den Eingriffsräumen zuständig. Während der OP assistieren sie direkt beim Eingriff und übernehmen unterstützende Tätigkeiten.
Wissenswert
Von den 4.600 Ausbildungsstunden erfolgten 1.600 in Fächern wie Anatomie, chirurgische Operationstechniken, Hygiene, Grundlagen des Instrumentierens, Arzneimittellehre und Medizintechnik. 3.000 praktische Stunden wurden direkt in den OP-Bereichen der KABEG und in weiteren Häusern absolviert. Noch vor dem Start der Ausbildung zeichnete sich ein großes Interesse an der Ausbildung ab: Rund 120 Interessenten haben sich dem Bewerbungsverfahren gestellt, 28 wurden aufgenommen, 25 davon haben die Ausbildung bereits positiv abgeschlossen und drei weitere folgen in Kürze. Seit März 2025 läuft bereits der zweite Ausbildungsturnus mit 21 Teilnehmenden. Alle Absolventen wurden bereits im zweiten Ausbildungsjahr fest angestellt.



