Tierschutz
Kastrationsprojekt wird 2026 fortgesetzt
Das seit dem Jahr 2018 laufende Programm zeigt deutliche Erfolge: Die Zahl der Kastrationen hat sich seither verdreifacht, zuletzt wurden über 1.000 Streunerkatzen kastriert.
Die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen ist ein Tierschutz-Problem. Viele der Tiere sind scheu, schwer einzufangen und erhalten im Krankheitsfall selten Hilfe. Besonders nicht-kastrierte Katzen leiden stark, da sie mehrmals im Jahr trächtig werden können und geschwächt in den Winter gehen. Auch unkastrierte Kater sind durch Revierkämpfe häufig verletzt. Da Katzen bereits ab fünf Monaten fortpflanzungsfähig sind, kann sich ihre Zahl massiv erhöhen.
“Dauerhaft und tierschutzgerecht lösen”
„Nur durch möglichst flächendeckende Kastration von Streunerkatzen lässt sich dieses Problem dauerhaft und tierschutzgerecht lösen“, betont Landesrätin Beate Prettner. Das Land Kärnten setzt daher das Streunerkatzen-Kastrationsprojekt auch 2026 fort. Neben der Eindämmung der Population soll damit die Verbreitung von Krankheiten reduziert werden, die auch auf andere Tiere übertragbar sind. Parasitäre Infektionen zählen zu den häufigsten Krankheiten und sind durch Katzenkot sogar auf den Menschen übertragbar.
Gesetzliche Kastrationspflicht
In Österreich gilt eine gesetzliche Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen. Ausgenommen sind ordnungsgemäß gemeldete und registrierte Zuchtkatzen. Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam vom Land Kärnten, dem Kärntner Gemeindebund und der Tierärztekammer. Die Kommunen dienen als erste Anlaufstelle für Bürger oder Tierschutz-Vereine. Sie beantragen die Förderungen, Tierärzte übernehmen Kastration und Kennzeichnung per Mikrochip und leisten dabei auch einen finanziellen Beitrag. Die Firma ANIMAL DATA unterstützt das Projekt durch die Vorregistrierung der Mikrochips, damit Katzen eindeutig als Streuner erkennbar bleiben.
Hoher Bedarf gegeben
Das seit dem Jahr 2018 laufende Programm zeigt deutliche Erfolge: Die Zahl der Kastrationen hat sich seither verdreifacht, zuletzt wurden über 1.000 Streunerkatzen kastriert. Im Jahr 2025 beteiligten sich 87 Gemeinden. Auch Kärntner Tierheime berichten von weniger abgegebenen Kätzchen. Ebenso sind für das Jahr 2026 bereits 380 Kastrationschips vorbestellt worden. Dies zeigt deutlich, wie hoch der Bedarf an einer Weiterführung des Kastrationsprojektes ist.


