Kältewelle
Dauerfrost und Temperaturen bis zu minus 18 Grad in Kärnten
Polare Kaltluft sorgt in Kärnten weiterhin für eisige Temperaturen. In den Nächten sind regional bis zu minus 18 Grad möglich, Dauerfrost bleibt vorerst bestehen.
© Foto: M.Galli KK
Eine markante Kältewelle sorgt auch in den kommenden Tagen für eisige Temperaturen im ganzen Land. In weiten Teilen Kärntens bleibt es vorerst bei Dauerfrost, selbst tagsüber werden kaum Plusgrade erreicht. Die Geosphere Austria warnt vor einer erhöhten Kältebelastung – besonders in den Nachtstunden.
Polare Kaltluft über Mitteleuropa
Verantwortlich für die aktuelle Wetterlage ist ein Tiefdrucksystem über Mitteleuropa, das polare Kaltluft nach Österreich lenkt. Laut Geosphere Austria bleiben zweistellige Minusgrade in den Nächten bis zum Wochenende bestehen. Rekordwerte werden zwar nicht erwartet, dennoch kann es regional bitterkalt werden.
Besonders in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist mit einem Aufklaren zu rechnen. Dann könnten die Temperaturen auf bis zu minus 16 bis minus 18 Grad fallen – vor allem in Oberkärnten, im oberen Drautal, Gailtal sowie im Gurktal. Wolken wirken zwar oft wie eine „Wärmedecke“, doch bei klarem Himmel kühlt die Luft rasch aus.
Kälte trotz Klimawandel möglich
Auch wenn der Klimawandel langfristig zu steigenden Durchschnittstemperaturen führt, sind solche Kälteeinbrüche weiterhin möglich. Vergleichbare Extremwerte gab es zuletzt 2022, davor 2006, als sogar der Wörthersee zufror. Solche Phasen seien seltener geworden, aber keineswegs ausgeschlossen.
Lebensgefahr für Obdachlose
Die anhaltende Kälte stellt für Menschen ohne festen Wohnsitz eine ernste Gefahr dar. Vor allem nachts können die Temperaturen lebensbedrohlich sein. Hilfsorganisationen wie die Caritas sind daher besonders gefordert.Notunterkünfte in Kärnten sind geöffnet, zusätzlich werden Schlafsäcke und Isomatten ausgegeben. Niemand werde abgewiesen – auch wer keine Unterkunft in Anspruch nehmen möchte, erhalte zumindest eine Kälteschutzausrüstung.
Pannendienste im Dauereinsatz
Das häufigste Problem: schwache oder streikende Autobatterien. Experten raten, Batterien bei anhaltender Kälte vorsorglich überprüfen zu lassen. Gerade ältere Batterien verlieren bei Minusgraden stark an Leistung – ein Start am Morgen wird dann schnell zur Geduldsprobe.
Fazit für Kärnten
Die nächsten Tage bleiben winterlich-streng. Wer unterwegs ist, sollte sich warm anziehen, Autofahrer ihre Fahrzeuge winterfit machen und ein besonderes Auge auf hilfsbedürftige Menschen haben. Die klirrende Kälte ist da – und Kärnten muss sich noch ein wenig darauf einstellen. ❄️
