Klagenfurt
Todesopfer bei Wohnhausbrand
In Annabichl hat ein Wohnhaus in der Nacht gebrannt. Die Einsatzkräfte haben sich wegen stark verwachsenem Gelände und viel Unrat nur mühsam zum Brandherd vorarbeiten können – eine 67-Jährige ist tot geborgen worden.
© Berufsfeuerwehr Klagenfurt
Alarmierung und Brandbild
Die Feuerwehren in Klagenfurt und Umgebung sind am 7. Jänner um 0.24 Uhr zu einem Wohnhausbrand in der Terndorfer Straße alarmiert worden. Beim Eintreffen haben der Dachstuhl und Teile des Hauses bereits in Vollbrand gestanden, andere Bereiche sind stark verraucht gewesen. Die Löscharbeiten haben sich laut Einsatzleitung schwierig gestaltet, weil das Grundstück verwachsen gewesen ist und der Zugang zum Haus kaum möglich gewesen ist.
Unrat erschwert Zugang
Zusätzlich haben Unrat und Gegenstände den Einsatz behindert. Schon der Weg vom Zaun bis ins Gebäude hat Zeit gekostet, im Haus selbst sind Gänge, Fenster und Türen mit Gegenständen verstellt gewesen. Ein Innenangriff ist dadurch nur eingeschränkt möglich gewesen.
Frau tot geborgen
Ein Nachbar hat die Einsatzkräfte darauf hingewiesen, dass sich noch Personen im Haus aufhalten könnten. Ein Atemschutztrupp ist schließlich ins Obergeschoß vorgedrungen und hat nach etwa eineinhalb Stunden eine Frau gefunden. Die 67-jährige Wohnungseigentümerin ist geborgen und dem Rettungsdienst übergeben worden, sie ist jedoch bereits verstorben gewesen. Weil auch der Sohn der Frau an der Adresse gemeldet gewesen ist, ist zusätzlich mit einem Spürhund gesucht worden, später hat die Polizei den Mann telefonisch erreicht und Entwarnung gegeben.
Einsatzkräfte und Ermittlungen
„Brand aus“ hat gegen 6.30 Uhr gegeben werden können, eine Brandwache ist vor Ort geblieben. Insgesamt sind rund 60 Kräfte der Berufsfeuerwehr Klagenfurt sowie mehrere Freiwillige Feuerwehren im Einsatz gestanden, darunter Maria Saal, St. Georgen am Sandhof und St. Thomas am Zeiselsberg. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, zur Brandursache sind Erhebungen gelaufen. Wegen der Minusgrade ist auch ein Bus zum Aufwärmen bereitgestellt worden.