Kärnten

Zwei­fel an staat­li­cher Pen­si­on wächst

Die Vorsorgestudie 2026 zeigt: Viele Kärntner:innen zweifeln an einer ausreichend hohen staatlichen Pension. 44 Prozent schätzen ihr Altersarmutsrisiko als hoch ein, im Schnitt werden 225 Euro pro Monat für private Vorsorge genannt.

Zwei­fel an staat­li­cher Pen­si­on wächst Vertreter von Kärntner Sparkasse und Wiener Städtischer haben die Vorsorgestudie 2026 präsentiert.

© Gernot Gleiss

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Sie­ben von zehn Kärntner:innen glau­ben nicht an eine aus­rei­chend hohe staat­li­che Pen­si­on

  • 86 Pro­zent emp­fin­den finan­zi­el­le Vor­sor­ge als wich­tig
  • 44 Pro­zent in Kärn­ten schät­zen ihr Risi­ko für Alters­ar­mut als hoch ein
  • 225 Euro im Monat für pri­va­te Alters­vor­sor­ge
  • 6 von 10 Befrag­ten gehen davon aus, im Alter wei­ter­ar­bei­ten zu müs­sen

Blick in die kom­men­den Mona­te

Fragt man die Kärntner:innen nach ihrer Erwar­tung zur wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung und zur Lebens­qua­li­tät in den kom­men­den Mona­ten, rech­nen 58 Pro­zent mit einer Ver­schlech­te­rung. 36 Pro­zent erwar­ten gleich­blei­ben­de Ver­hält­nis­se, 5 Pro­zent eine Ver­bes­se­rung. In die­sem Umfeld set­zen vie­le stär­ker auf Sta­bi­li­tät, Ver­läss­lich­keit und Sicher­heit.

Vor­sor­ge wird wich­ti­ger

86 Pro­zent emp­fin­den finan­zi­el­le Vor­sor­ge als wich­tig. 69 Pro­zent nen­nen Gesund­heit als zen­tra­les Vor­sor­ge­the­ma, 66 Pro­zent bil­den Rück­la­gen für Kri­sen­fäl­le. 58 Pro­zent inves­tie­ren regel­mä­ßig in eine pri­va­te Alters­vor­sor­ge, das ist ein Plus von 10 Pro­zent­punk­ten gegen­über 2025.

Ver­trau­en in die Pen­si­on sinkt

Mehr als die Hälf­te (54 Pro­zent) sagt, dass sie nicht mehr an den Staat als ver­läss­li­chen Part­ner bei Pen­sio­nen glaubt. 72 Pro­zent zwei­feln dar­an, ein­mal eine aus­rei­chend hohe Pen­si­on vom Staat zu erhal­ten. 6 von 10 Befrag­ten gehen davon aus, im Alter wei­ter­ar­bei­ten zu müs­sen.

Vor­sor­ge­for­men und Betrag

Bei den genutz­ten Vor­sor­ge­instru­men­ten wer­den die Klas­si­ker genannt: Spar­kon­to (52 Pro­zent), Bau­spa­ren (29 Pro­zent) und Lebens­ver­si­che­rung (27 Pro­zent). Im Schnitt wer­den 225 Euro pro Monat für pri­va­te Alters­vor­sor­ge genannt. Män­ner inves­tie­ren laut Anga­ben im Schnitt 265 Euro, Frau­en 179 Euro.

Sor­ge vor Alters­ar­mut

44 Pro­zent schät­zen das Risi­ko, in der Pen­si­on selbst von Alters­ar­mut betrof­fen zu sein, als hoch ein. 89 Pro­zent sehen frü­he pri­va­te Vor­sor­ge als wirk­sam, 87 Pro­zent eine stär­ke­re staat­li­che För­de­rung pri­va­ter Vor­sor­ge. Mit dem staat­li­chen Pen­si­ons­sys­tem zei­gen sich 51 Pro­zent zufrie­den, 45 Pro­zent unzu­frie­den.

Pen­si­ons­kon­to wenig prä­sent

Das Pen­si­ons­kon­to gibt es seit 20 Jah­ren für alle nach dem 1.1.1955 gebo­re­nen Österreicher:innen. Laut Umfra­ge weiß jedoch erst gut die Hälf­te der befrag­ten Kärntner:innen dar­über Bescheid. Von jenen, die ihr Gut­ha­ben ken­nen, sind 43 Pro­zent eher oder sehr zufrie­den, 50 Pro­zent unzu­frie­den.

20.01.2026 19:00
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Zwei­fel an staat­li­cher Pen­si­on wächst Vertreter von Kärntner Sparkasse und Wiener Städtischer haben die Vorsorgestudie 2026 präsentiert.

© Gernot Gleiss