Klagenfurt
Schnapsidee am Hallenbad-Areal – WK Klagenfurt zerlegt SPÖ-Vorstoß
„Schnapsidee!“ – Stadtbauten der SPÖ könnten Klagenfurt teuer kommen
WK-Obmann Franz Ahm kritisiert die SPÖ-Pläne als „Schnapsidee“ und warnt vor einem millionenschweren Fehlprojekt am Hallenbad-Areal.© WK/Helge Bauer
Klagenfurt – Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Klagenfurt schlägt Alarm: Während die Kommunalsteuer-Einnahmen steigen, bleibt die Wirtschaftsförderung auf Sparflamme – und ausgerechnet jetzt sorgt die SPÖ mit einer neuen Idee für Kopfschütteln in Unternehmerkreisen.Stadtrat Julian Geier fordert, künftig 10 Prozent der knapp 60 Millionen Euro Kommunalsteuer zweckgebunden für die Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts einzusetzen. Eine Forderung, die die Wirtschaftskammer seit Jahren erhebt – und nun als „überfällig“ bezeichnet.
Wirtschaft zahlt Millionen – zurück kommt fast nichts
WK-Obmann Franz Ahm wird deutlich:
„Unsere Betriebe stemmen fast 60 Millionen Euro Kommunalsteuer. Wenn die Wirtschaftsförderung trotzdem auf niedrigem Niveau bleibt, gefährdet das Investitionen und Arbeitsplätze.“ Die Botschaft an die Rathausspitze ist unmissverständlich: Eine Stadt lebt nicht von schönen Worten, sondern von starken Unternehmen.
Wirtschaftsagentur statt Luftsteuer
Die Kammer fordert eine unabhängige Wirtschaftsagentur, die sich endlich professionell um Betriebsansiedlungen, Standortmarketing und Flächenentwicklung kümmert. Stattdessen gebe es Maßnahmen wie die viel kritisierte „Luftsteuer“, die laut Ahm „wirtschaftliche Vernunft komplett vermissen lässt“ und dem Standort schade.
Koralmbahn eröffnet Chancen – Klagenfurt schaut zu
Mit der Eröffnung der Koralmbahn wächst der neue Wirtschaftsraum AREA Süd. Laut Wirtschaftskammer müsste Klagenfurt jetzt eigentlich Vollgas geben – doch dafür bräuchte es mehr Budget und Struktur im Standort- und Stadtmarketing.
SPÖ will selbst bauen – Wirtschaft spricht von Katastrophen-Potenzial
Für hitzige Diskussionen sorgt aktuell aber vor allem der jüngste SPÖ-Vorschlag:
Die Stadt solle auf dem Areal des alten Hallenbades selbst als Bauträger auftreten und Wohnungen errichten. Ahm findet dafür klare Worte: „Die finanzielle Katastrophe wäre vorprogrammiert. Die Stadt soll keine Abenteuer starten, für die es Experten gibt.“ Gerade in Klagenfurt, so die WK, habe man schon genug Beispiele erlebt, wie kommunale Bauprojekte aus dem Ruder laufen.
Kammer appelliert: „Wirtschaft gehört in die Entscheidungsräume
Zum Schluss kommt ein deutlicher Appell an Bürgermeister und Stadtregierung:
Unternehmerinnen und Unternehmer seien das Rückgrat Klagenfurts – sie müssten endlich verbindlich in die politischen Entscheidungen eingebunden werden.
Alles andere sei „Realitätsverweigerung“.