Ehrenbürgerschaft
„Aufhören, wenn es am schönsten ist“: Glanznig kündigt Rückzug an
Mit Musik, prominenten Gästen und emotionalen Worten feierte Treffen am Ossiachersee seinen Bürgermeister – inklusive überraschender Ankündigung für 2027.
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Mit musikalischem Rahmen, zahlreichen Ehrengästen und einer überraschenden Zukunftsankündigung wurde Bürgermeister Klaus Glanznig in Treffen am Ossiachersee zum Ehrenbürger ernannt. Der Festabend stand ganz im Zeichen von Dankbarkeit, Anerkennung – und einem unerwarteten Abschiedssignal.
Großer Ehrenabend für Klaus Glanznig
Mit viel Musik, regionalen Schmankerln und prominenten Gästen feierte die Marktgemeinde Treffen am Ossiachersee einen ihrer prägenden Persönlichkeiten. Umrahmt von der Marktmusik Treffen und den Vokalsolisten Kärnten wurde die Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Klaus Glanznig zu einem festlichen Abend, der sowohl Rückblick als auch Ausblick war.
„Wenn Klaus Glanznig einlädt, dann kommen sie alle“, war im Saal deutlich zu spüren. Vertreter aus Politik und Gemeinden folgten der Einladung, allen voran Landeshauptmann Peter Kaiser. In seiner Laudatio würdigte er den überparteilichen Zugang des Bürgermeisters, dessen Detailkenntnis in Infrastrukturfragen und seinen unermüdlichen Einsatz für die Bevölkerung.
Auch langjährige Wegbegleiter fanden persönliche Worte. Villachs Bürgermeister Günther Albel hob die sachliche und zugleich menschliche Art seines Kollegen hervor. Politik müsse von Respekt und Nähe zu den Menschen getragen sein.
Gemeinderätin Burgi Eder verwies auf Glanznigs Humor, seine Ernsthaftigkeit in der Sache und sein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung.
Ein Bürgermeister blickt zurück
Sichtlich bewegt zeigte sich der Geehrte in seiner Dankesrede. Treffen sei seine Heimat und Herzensangelegenheit, hier habe er Freundschaften fürs Leben geschlossen. Die Ehrenbürgerschaft verstehe er als Anerkennung für viele gemeinsame Jahre mit Gemeinderat, Mitarbeitern und Bürgern.
Mit Stolz blickte Glanznig auf zentrale Projekte seiner Amtszeit zurück: leistbaren Wohnbau, moderne Einsatzfahrzeuge für die Einsatzorganisationen, die Neugestaltung des Seeparks Annenheim, die Sport- und Mehrzweckhalle sowie den konsequenten Schuldenabbau.
Besonders erinnerte er an die Bewältigung der schweren Unwetterkatastrophe, aus der man gemeinsam gestärkt hervorgegangen sei. Sein Dank galt auch seiner Familie – vor allem seiner Frau Christa, die ihn seit 1979 begleitet: „Du bist mein täglicher Lotto-Sechser“, sagte er unter großem Applaus.
Abschied angekündigt: Glanznig tritt 2027 nicht mehr an
Für einen Moment der Überraschung sorgte der Bürgermeister zum Abschluss mit einer persönlichen Ankündigung: 2027 wird er nicht mehr kandidieren. Verantwortung müsse rechtzeitig übergeben werden, damit Neues entstehen könne.
„Aufhören, wenn es am schönsten ist“, so sein Credo. Künftig wolle er mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und dem Miteinander in der Gemeinde weiterhin einen hohen Stellenwert geben.
Der Festabend zeigte eindrucksvoll, wie sehr Klaus Glanznig über Parteigrenzen hinweg geschätzt wird – als Gestalter, Zuhörer und Mensch, der seine Gemeinde über Jahrzehnte geprägt hat. Die Ehrenbürgerschaft ist dafür ein sichtbares Zeichen – und zugleich der Auftakt zu einem neuen Lebensabschnitt.


