Velden

Fer­di­nand Vouk ver­ab­schie­det sich aus Poli­tik!

Sein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern der Marktgemeinde: „Ohne ihre Kompetenz, Loyalität und jahrzehntelange Unterstützung wäre all das nicht möglich gewesen.“

Fer­di­nand Vouk ver­ab­schie­det sich aus Poli­tik! Nach 41 Jahren in der Kommunalpolitik – davon 25 Jahre als Bürgermeister – zieht sich Ferdinand Vouk nun aus der Politik zurück.

© SPÖ Velden/Erich Varh

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Nach 41 Jah­ren in der Kom­mu­nal­po­li­tik – davon 25 Jah­re als Bür­ger­meis­ter – zieht Fer­di­nand Vouk einen Schluss­strich unter ein Lebens­ka­pi­tel, das ihn geprägt hat. „Die­ser Schritt fällt mir unend­lich schwer“, sagt Vouk. Poli­tik war für ihn nie nur ein Amt. Sie war Teil sei­nes Lebens, sei­nes All­tags, sei­nes Her­zens. Doch jetzt sei der Moment gekom­men, Platz zu machen – für neue Ideen, neue Ener­gie und neue Per­spek­ti­ven.

Abschied vol­ler Dank­bar­keit

Wenn Vouk auf die ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te zurück­blickt, über­wiegt ein Gefühl: tie­fe Dank­bar­keit. „Ich durf­te so vie­le Men­schen ken­nen­ler­nen, so vie­le Gesprä­che füh­ren, so vie­le Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam meis­tern. Die Men­schen haben mir über so vie­le Jah­re ihr Ver­trau­en geschenkt. Vel­den habe sich in die­ser Zeit ver­än­dert: „Unse­re Gemein­de ist gewach­sen, offe­ner gewor­den, viel­fäl­ti­ger, moder­ner. Wer heu­te durch Vel­den geht, sieht an vie­len Orten, wie viel wir gemein­sam bewegt haben. Dass ich ein Stück dazu bei­tra­gen durf­te, macht mich glück­lich – und ja, auch ein wenig stolz.“

Her­zens­pro­jek­te, die blei­ben

Beson­ders prä­gend war für Vouk die ver­ant­wor­tungs­vol­le Raum­pla­nung. Die befris­te­te Bau­sper­re im See­ufer­be­reich nennt er eine der schwie­rigs­ten, aber wich­tigs­ten Ent­schei­dun­gen sei­nes poli­ti­schen Lebens. Ein beson­de­res Her­zens­pro­jekt war der Umbau des Bahn­hofs zu einer moder­nen Mobi­li­täts­dreh­schei­be. „Ich woll­te, dass Vel­den für die Zukunft gerüs­tet ist – bar­rie­re­frei, modern, nach­hal­tig.“ Auch im Bil­dungs­be­reich wur­den wich­ti­ge Schrit­te gesetzt: der neue Bil­dungs­cam­pus, die Inter­na­tio­na­le Schu­le, die Musik­schu­le im ehe­ma­li­gen Feu­er­wehr­haus sowie der Aus­bau der Kin­der­be­treu­ung. Gleich­zei­tig wur­de in Infra­struk­tur, Hoch­was­ser­schutz, Stra­ßen, Rad­we­ge, Was­ser­ver­sor­gung, Glas­fa­ser und Ener­gie­ef­fi­zi­enz inves­tiert. Als Kli­ma­bünd­nis­ge­mein­de setz­te Vel­den auf Pho­to­vol­ta­ik, E‑Car‑Sharing, das Bür­ger­so­lar­kraft­werk und den Aus­bau der Fern­wär­me. Die bei­den Gold-Aus­zeich­nun­gen des Euro­pean Ener­gy Award waren Momen­te, in denen man spürt, dass sich Arbeit lohnt.

Sozia­les, Woh­nen, Pfle­ge – Mensch im Mit­tel­punkt

Beson­ders wich­tig war Vouk, dass nie­mand zurück­ge­las­sen wird. „Mit dem Vel­de­ner Sozi­al­fonds haben wir ein Instru­ment geschaf­fen, das Men­schen schnell und unbü­ro­kra­tisch hilft. Das ist geleb­te Soli­da­ri­tät!“ Auch im Bereich des leist­ba­ren Woh­nens wur­de viel erreicht: neue Woh­nun­gen in meh­re­ren Orts­tei­len, betreu­ba­res Woh­nen, ein Wohn­ver­bund für Men­schen mit Behin­de­rung sowie aktu­ell 60 neue leist­ba­re Woh­nun­gen am Bahn­weg. Der Aus­bau der Pfle­geinfra­struk­tur – Pfle­ge­heim, Demenz­kom­pe­tenz­zen­trum, Pfle­ge­ko­or­di­na­to­rin – war für ihn ein zutiefst mensch­li­ches Anlie­gen. Eben­so die Inves­ti­tio­nen in die Sicher­heit: neue Fahr­zeu­ge für Feu­er­weh­ren und Was­ser­ret­tung sowie eine Rot­kreuz-Orts­stel­le.

Tou­ris­mus, Ehren­amt und Freund­schaf­ten

Der Tou­ris­mus, Vel­dens wirt­schaft­li­che Lebens­ader, wur­de durch Inves­ti­tio­nen in die Neben­sai­son, das Kon­fe­renz­zen­trum, den Vel­de­ner Advent, den Oster­markt und die Wie­der­eröff­nung des Schloss­ho­tels gestärkt. Mit dem neu­en Ver­eins- und Sport­haus des ATUS Vel­den ent­stand eine moder­ne Infra­struk­tur für Sport,  Ver­eins­le­ben – ins­be­son­de­re für die Jugend, aber auch für den Tou­ris­mus. Beson­ders berüh­rend spricht Vouk über die inter­na­tio­na­len Part­ner­schaf­ten mit Gemo­na und Bled: „Die­se haben mei­nen Blick erwei­tert und mein Herz berührt. Sie zei­gen, wie wert­voll Begeg­nun­gen über Gren­zen hin­weg sind.“

Gemein­sam durch schwie­ri­ge Zei­ten

Trotz der schwie­ri­gen finan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen seit der Coro­na-Pan­de­mie und eines Finanz­aus­gleichs zulas­ten der Gemein­den ist es uns gelun­gen, wei­ter­hin zu inves­tie­ren und frei­wil­li­ge Leis­tun­gen wie etwa das Gemein­de­bad oder Kul­tur- und Sport­för­de­run­gen auf­recht­zu­er­hal­ten. Ich for­de­re daher Bund und Land auf, Maß­nah­men umzu­set­zen, um die Hand­lungs­fä­hig­keit unse­rer Städ­te und Gemein­den zu stär­ken. Letzt­end­lich geht es dabei um nichts weni­ger als den Erhalt der Lebens­qua­li­tät für unse­re Bevöl­ke­rung. In gro­ßer Ver­ant­wor­tung für unse­re wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung hat der Gemein­de­rat vor­aus­schau­end und ein­stim­mig am Beginn der Coro­na-Pan­de­mie 2020 das Groß­bau­vor­ha­ben Umbau Gemein­de­amt vor­läu­fig gestoppt. Auch wenn für die Pla­nung und den Ankauf einer Lie­gen­schaft schon Mit­tel auf­ge­wen­det wur­den, steht ein bau­recht­lich geneh­mig­tes Pro­jekt zu Buche, das bei einer Ver­bes­se­rung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen jeder­zeit umge­setzt wer­den kann und eine wesent­li­che städ­te­bau­li­che Auf­wer­tung ermög­licht. „Das war nur mög­lich, weil wir zusam­men­ge­hal­ten haben – Poli­tik, Ver­wal­tung und Bevöl­ke­rung.“

Dank, der von Her­zen kommt

Sein beson­de­rer Dank gilt den Mit­ar­bei­tern der Markt­ge­mein­de: „Ohne ihre Kom­pe­tenz, Loya­li­tät und jahr­zehn­te­lan­ge Unter­stüt­zung wäre all das nicht mög­lich gewe­sen.“ Eben­so bedankt sich Vouk bei den Bür­gern, dem Gemein­de­vor­stand, Gemein­de­rat und den vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fern: „Sie machen Vel­den zu dem, was es ist: ein Ort des Zusam­men­halts, der Wär­me und des Mit­ein­an­ders.“ Ein Dank gilt auch den Ein­satz­or­ga­ni­sa­tio­nen und ihren ehren­amt­li­chen Mit­glie­dern sowie den Sicher­heits­kräf­ten, die tag­täg­lich im Ein­satz für die Sicher­heit der Men­schen ste­hen. Eben­so dankt Vouk den Ver­tre­tern der Behör­den und Insti­tu­tio­nen für die Zusam­men­ar­beit. „Dank gebührt mei­ner Fami­lie, allen vor­an mei­ner Gat­tin Gud­run, die mich in jeder Pha­se mei­nes Amtes unter­stützt hat. Für sie war die­se Zeit oft auch mit Ver­zicht ver­bun­den. Ohne ihre Rücken­de­ckung und ihr Ver­ständ­nis wäre vie­les nicht mög­lich gewe­sen.“

07.03.2026 11:00 - Update am: 07.03.2026 11:13
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Fer­di­nand Vouk ver­ab­schie­det sich aus Poli­tik! Nach 41 Jahren in der Kommunalpolitik – davon 25 Jahre als Bürgermeister – zieht sich Ferdinand Vouk nun aus der Politik zurück.

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