Hercules-Nachfolger landet in Kärnten
Militärische Fallschirmsprünge über Klagenfurt
Rund 40 Soldatinnen und Soldaten trainieren diese Woche militärische Freifallsprünge über Klagenfurt. Dabei kommt erstmals eine portugiesische Embraer C-390 zum Einsatz.
© Georg Mader
Ausbildung startet am Klagenfurter Flughafen
Das Österreichische Bundesheer führt von 13. bis 17. Juli eine Aus- und Fortbildung für militärische Freifallspringer in Klagenfurt durch. Rund 40 Soldatinnen und Soldaten aus ganz Österreich nehmen daran teil und trainieren für ihre militärische Einsatztauglichkeit.
Portugiesische Transportmaschine im Einsatz
Bei der Ausbildung kommt erstmals eine Embraer C‑390 der portugiesischen Luftstreitkräfte zum Einsatz. Die Transportmaschine startet vom Flughafen Klagenfurt und bleibt während der gesamten Ausbildung dort stationiert. Österreich plant diesen Flugzeugtyp als Nachfolger für die C‑130 Hercules.
Vier neue Maschinen für das Bundesheer
Das Österreichische Bundesheer beschafft insgesamt vier Embraer C‑390 Millennium. Die Auslieferung ist von 2028 bis 2030 geplant, erste Bundesheer-Piloten befinden sich bereits in Brasilien in Ausbildung. Eine Maschine kostet rund 130 bis 150 Millionen Euro.
Sprünge auch mit zusätzlicher Ausrüstung möglich
Für die Freifallsprünge stehen sogenannte „Multi Mission“-Fallschirme zur Verfügung. Die Soldaten können damit unter anderem Gleiteinsätze und Tandemsprünge durchführen sowie Passagiere, Diensthunde und zusätzliche Ausrüstung transportieren.
Nachtflüge am Dienstag und Donnerstag
Am Dienstag, 14. Juli, und am Donnerstag, 16. Juli, finden auch Nachtflüge statt. Das Bundesheer bittet die Bevölkerung wegen des möglichen Fluglärms um Verständnis.
Aufnahmen von der Besucherterrasse möglich
Am Mittwoch, 15. Juli, besteht die Möglichkeit, die Ausbildung von der Besucherterrasse des Flughafens aus zu fotografieren oder zu filmen. Die genaue Uhrzeit erfahren Interessierte nach einer Anmeldung unter 0664/622 43 05 oder per E‑Mail an presse.kaernten@bmlv.gv.at.