Forstunfall in Hohenthurn
Eingeklemmter Waldarbeiter sägt sich selbst frei
57-Jähriger wird bei Forstarbeiten eingeklemmt, befreit sich mit der Motorsäge selbst und alarmiert anschließend die Rettungskräfte.
© ARA Flugrettung
Ein 57-jähriger Mann geriet am Donnerstag bei Forstarbeiten in Hohenthurn zwischen mehrere Baumstämme. Trotz seiner Verletzungen konnte er sich mit der Motorsäge selbst befreien und die Rettungskräfte alarmieren.
Zwischen Bäumen eingeklemmt
Der Mann aus dem Bezirk Villach-Land arbeitete am 16. Juli gegen 12.22 Uhr alleine in einem Waldstück Schadholz auf. Als er einen entwurzelten Baum mit der Motorsäge durchtrennen wollte, traf ihn ein unterhalb liegender Baumstamm am Unterschenkel. Durch den Schlag wurde der 57-Jährige zwischen den Baumstämmen eingeklemmt. Zunächst versuchte er, den bereits mit einer Forstwinde verbundenen Stamm per Funkfernbedienung von seinem Bein wegzuziehen. Dabei riss jedoch das Seil der Winde.
Mit Motorsäge befreit
Der Verletzte griff daraufhin zur Motorsäge und schnitt sich selbst aus seiner misslichen Lage frei. Anschließend konnte er eigenständig die Rettungskette in Gang setzen. Nach der notärztlichen Erstversorgung durch die Besatzung des Rettungshubschraubers ARA 3 bargen die Einsatzkräfte den Mann mithilfe eines Taus aus dem schwer zugänglichen Waldstück. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in das LKH Villach geflogen. Im Einsatz standen die Feuerwehren Draschitz/Dreulach, Göriach und Nötsch im Gailtal sowie die Bergrettung Villach. Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte an der Rettungsaktion beteiligt.