Winterfutter wird bereits knapp
Trockenheit verschärft Futternot auf Kärntens Höfen
Die anhaltende Trockenheit sorgt auf vielen Kärntner Höfen für akuten Futtermangel. Einige Bauern verfüttern bereits ihre Wintervorräte oder holen Tiere früher von den Almen.
Wiesen und Weiden trocknen aus
Die anhaltende Trockenheit trifft viele landwirtschaftliche Betriebe in Kärnten schwer. Besonders auf Wiesen und Weiden fehlt das Futter für die Tiere. Einige Bauern greifen bereits auf ihre Wintervorräte zurück oder holen Tiere früher von den Almen, weil dort kaum noch Futter wächst.
Betriebe sollen sich gegenseitig helfen
Die Landwirtschaftskammer Kärnten bringt nun Ackerbauern und viehhaltende Betriebe zusammen. Wer Flächen oder Zwischenfrüchte als Tierfutter anbieten kann, soll sich bei der jeweiligen Außenstelle melden. Dort werden Angebot und Nachfrage vermittelt und auch rechtliche sowie fördertechnische Fragen geklärt.
Entschädigungen sollen schnell ausbezahlt werden
Viele Betriebe haben wegen der Ernteausfälle mit hohen finanziellen Belastungen zu kämpfen. Ende August soll feststehen, wie viel Geld aus der Dürreversicherung ausbezahlt werden kann. Die Landwirtschaftskammer fordert, dass die Entschädigungen möglichst schnell bei den betroffenen Bauern ankommen.
Mittel- und Unterkärnten besonders betroffen
Deutliche Schäden zeigen sich vor allem in Mittel‑, Süd- und Unterkärnten. Neben dem Grünland leiden auch Mais, Soja und Kartoffeln unter der Hitze und dem fehlenden Regen. Sachverständige der Hagelversicherung erheben derzeit die Schäden, eine endgültige Bilanz ist aber noch nicht möglich.
Ausnahme für Biobetriebe gefordert
Für Biobetriebe wird der Futtermangel besonders schwierig, weil sie grundsätzlich biologisches Grundfutter verwenden müssen. Die Landwirtschaftskammer setzt sich deshalb dafür ein, vorübergehend auch konventionelles Futter zukaufen zu dürfen. Gespräche mit den zuständigen Behörden laufen bereits.
