Ernteausfälle und Futtermangel

SPÖ for­dert SVS-Pau­se für betrof­fe­ne Höfe

Die SPÖ Bäuerinnen und Bauern fordern eine vorübergehende Aussetzung der SVS-Beiträge für von der Trockenheit betroffene Höfe. Gleichzeitig soll mehr Geld in Bodenschutz, Wasserrückhaltung und Klimavorsorge fließen.

SPÖ for­dert SVS-Pau­se für betrof­fe­ne Höfe

© Pixabay

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Betrie­be wirt­schaft­lich unter Druck

Die anhal­ten­de Tro­cken­heit belas­tet laut den SPÖ Bäue­rin­nen und Bau­ern zahl­rei­che land­wirt­schaft­li­che Betrie­be in Kärn­ten. Ern­te­aus­fäl­le, Fut­ter­man­gel und stei­gen­de Kos­ten wür­den die Lage vie­ler Höfe ver­schär­fen. Lan­des­vor­sit­zen­der Ralph Dörf­lin­ger und SPÖ-Agrar­spre­che­rin Michae­la Ober­lass­nig for­dern des­halb schnel­le finan­zi­el­le Ent­las­tun­gen.

Aus­set­zung der SVS-Bei­trä­ge gefor­dert

Als Sofort­maß­nah­me spre­chen sie sich für eine vor­über­ge­hen­de Aus­set­zung der SVS-Bei­trä­ge aus. Gleich­zei­tig dür­fe es nicht bei Ent­schä­di­gun­gen für bereits ent­stan­de­ne Schä­den blei­ben.

„Vie­le Betrie­be kämp­fen der­zeit ums wirt­schaft­li­che Über­le­ben. Des­halb braucht es rasch und unbü­ro­kra­tisch Sofort­hil­fen. Die bereits im Mai gefor­der­te Aus­set­zung der SVS-Bei­trä­ge wäre ein wich­ti­ger Schritt, um der bäu­er­li­chen Bevöl­ke­rung in die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Situa­ti­on Luft zu ver­schaf­fen. Das ist not­wen­dig, aber eben nur der Feu­er­lö­scher. Wer nach jedem Brand nur neue Feu­er­lö­scher kauft, statt end­lich in wirk­sa­men Brand­schutz zu inves­tie­ren, wird die­sel­ben Schä­den immer wie­der bezah­len“, erklärt Dörf­lin­ger.

Mehr Geld für gesun­de Böden und Was­ser­rück­halt

Ober­lass­nig und Dörf­lin­ger for­dern stär­ke­re Inves­ti­tio­nen in Humus­auf­bau, Boden­schutz und natür­li­che Was­ser­rück­hal­tung. Gesun­de Böden könn­ten Was­ser in tro­cke­nen Pha­sen spei­chern und bei Stark­re­gen mehr Nie­der­schlag auf­neh­men.

„Ein gesun­der Boden wirkt wie ein Schwamm, er spei­chert Was­ser in tro­cke­nen Zei­ten und nimmt bei Stark­re­gen mehr Nie­der­schlag auf. Genau dort müs­sen öffent­li­che Mit­tel künf­tig noch stär­ker ein­ge­setzt wer­den“, betont Ober­lass­nig.

Was­ser­schie­ne soll Regio­nen absi­chern

Auch die geplan­te Kärnt­ner Was­ser­schie­ne sehen die bei­den als wich­ti­gen Teil der Kli­ma­vor­sor­ge. Sie soll Regio­nen mit­ein­an­der ver­bin­den, Was­ser­re­ser­ven sichern und Kärn­ten bes­ser auf län­ge­re Tro­cken­pe­ri­oden und ande­re Wet­ter­ex­tre­me vor­be­rei­ten.

Bestehen­de För­der­pro­gram­me stär­ker nut­zen

Nach Ansicht der SPÖ-Ver­tre­ter sol­len auch bestehen­de Pro­gram­me wie der Bio­di­ver­si­täts­fonds, das Agrar­um­welt­pro­gramm ÖPUL, der Wald­fonds sowie Kli­ma- und Anpas­sungs­mo­dell­re­gio­nen stär­ker für Vor­sor­ge­maß­nah­men genutzt wer­den.

„Wir kön­nen das Wet­ter von mor­gen nicht bestim­men. Aber wir kön­nen heu­te ent­schei­den, wie gut unse­re Böden, Höfe und Gemein­den dar­auf vor­be­rei­tet sind. Wer nur Schä­den ersetzt, ver­wal­tet die nächs­te Kata­stro­phe. Wer in Vor­sor­ge inves­tiert, schützt Ern­ten, bäu­er­li­che Exis­ten­zen und die Ver­sor­gungs­si­cher­heit kom­men­der Gene­ra­tio­nen.“, sind sich Ober­lass­nig und Dörf­lin­ger einig.

06.08.2026 12:30
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