Brand in Ritzendorf
Großeinsatz bei St. Donat: 110 Rinder gerettet
110 Einsatzkräfte verhinderten in Ritzendorf bei St. Donat ein Übergreifen der Flammen auf Wohnhaus und Laufstall – alle 110 Rinder konnten gerettet werden.
Beim Großbrand eines Wirtschaftsgebäudes in Ritzendorf bei St. Donat standen 110 Einsatzkräfte im Einsatz. Alle 110 Rinder konnten gerettet und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude verhindert werden.© Foto: FF St.Donat
Ein Wirtschaftsgebäude in Ritzendorf bei St. Donat stand am Sonntagabend in Vollbrand. 110 Feuerwehrkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen und verhinderten ein Übergreifen auf ein Wohnhaus und einen Stall mit 110 Rindern.
Am Sonntag, 16. August 2026, gegen 20.13 Uhr wurden mehrere Fahrzeuglenker auf der S37 und Anwohner auf einen Feuerschein in Ritzendorf bei St. Donat aufmerksam. Die Landesalarm- und Warnzentrale löste daraufhin Großalarm aus.
Flammen schlugen aus Dach
Bereits während der Anfahrt war eine mächtige Rauchsäule zu sehen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Wirtschaftsgebäude bereits in Vollbrand. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dachstuhl.
Besonders kritisch war die unmittelbare Nähe zu einem Wohnhaus sowie einem Laufstall mit insgesamt 110 Rindern. Mehrere Atemschutztrupps drangen in den brennenden Stallbereich vor und brachten dort befindliche Kälber in Sicherheit. Gleichzeitig konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern.
Wasserversorgung gefordert
Für die Löschwasserversorgung wurden mehrere rund 300 Meter lange Leitungen von der Glan aufgebaut. Zusätzlich stand ein Hydrant zur Verfügung. Der niedrige Wasserstand des Flusses aufgrund der Trockenheit erschwerte den Einsatz. Nach rund zwei Stunden konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Alle 110 Rinder wurden gerettet. Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden vom Roten Kreuz versorgt.
Einsatz bis Montagmittag
Die Nachlöscharbeiten dauerten bis Montag gegen 13 Uhr. Brennende Heuballen und einsturzgefährdete Gebäudeteile sorgten immer wieder für neue Gefahren. Ein Spezialkran wurde eingesetzt, um Teile der Konstruktion abzutragen. Eine Feuerwehrdrohne mit Wärmebildtechnik half bei der Suche nach verbliebenen Glutnestern. Im Einsatz standen die Feuerwehren St. Donat, St. Veit/Glan, Hörzendorf-Projern, St. Michael am Zollfeld und Maria Saal mit insgesamt 19 Fahrzeugen und 110 Einsatzkräften. Polizei und Rotes Kreuz unterstützten den Einsatz.
Am Wirtschaftsgebäude entstand erheblicher Sachschaden. Die genaue Brandursache sowie die Höhe des Schadens sind Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.