BAUKARTELL
12 Millionen Euro aus Baukartell für Kärnten
Nach jahrelangen Preisabsprachen in der österreichischen Bauwirtschaft erhält das Land Kärnten rund zwölf Millionen Euro Schadenersatz. Ein großer Teil des Geldes wird noch heuer in zusätzliche Straßensanierungen investiert.
Rund zwölf Millionen Euro erhält Kärnten als Schadenersatz aus der Baukartell-Causa. 7,5 Millionen davon sollen noch 2026 in zusätzliche Straßensanierungen investiert werden.© Nicholas Buttermilk
KLAGENFURT. Zwischen 2002 und 2017 soll es in der österreichischen Bauwirtschaft zu nahezu bundesweiten illegalen Preisabsprachen gekommen sein. Davon waren auch Projekte der Kärntner Straßenbauabteilung betroffen. Nach jahrelanger Aufarbeitung und Verhandlungen mit der Vereinigung Industrieller Bauunternehmen Österreichs wurde nun eine Einigung erzielt.
Millionen für Straßen
Die beteiligten und von der VIBÖ vertretenen Bauunternehmen zahlen dem Land Kärnten rund zwölf Millionen Euro. Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber spricht von einem wichtigen Verhandlungserfolg für die öffentliche Hand.
Die ersten 7,5 Millionen Euro sollen bereits im Herbst 2026 verbaut werden. Insgesamt können dadurch 17 zusätzliche Straßenbauprojekte umgesetzt werden, die aufgrund der angespannten Budgetsituation ansonsten erst in den kommenden Jahren vorgesehen gewesen wären.
Sanierungen in ganz Kärnten
Unter anderem fließen rund 700.000 Euro in die L71a Karnburger Straße im Bereich Zollfeld. Fast 600.000 Euro sind für die B83 in Arnoldstein vorgesehen, weitere 600.000 Euro für die B105 Mallnitzer Straße in Obervellach. In Bad Kleinkirchheim werden 525.000 Euro investiert, die Ortsdurchfahrt Tainach wird um mehr als 400.000 Euro saniert. Auch Straßenabschnitte im Metnitztal sowie in Kötschach-Mauthen stehen auf der Liste.
Die restlichen Mittel aus dem Schadenersatz sollen 2027 in weitere Straßenbauprojekte fließen.