Wirtschaft
Kärntner Betriebe setzen auf Wachstum und Innovation
Trotz hoher Kosten, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Unsicherheiten blickt ein Großteil der Kärntner Klein- und Mittelbetriebe zuversichtlich in die Zukunft. 58 Prozent planen in den kommenden Jahren konkrete Investitionen.
Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse AG, sieht bei Kärntens KMU trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin eine hohe Investitionsbereitschaft.© Foto: © Daniel Waschnig
KÄRNTEN. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben für viele Unternehmen herausfordernd. Dennoch zeigt sich Kärntens Mittelstand vergleichsweise zuversichtlich: Laut einer aktuellen KMU-Studie von Erste Bank und Sparkassen blicken 66 Prozent der Kärntner Klein- und Mittelunternehmen optimistisch auf die kommenden zwei bis drei Jahre. 58 Prozent der befragten Betriebe wollen in diesem Zeitraum investieren.
Digitalisierung im Fokus
Investitionsbedarf sehen die Unternehmen vor allem dort, wo sich Wettbewerbsfähigkeit langfristig absichern lässt. Dazu zählen Digitalisierung, Automatisierung, neue Technologien, effizientere Prozesse sowie Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Gleichzeitig erschweren gestiegene Kosten, der Mangel an qualifizierten Fachkräften und geopolitische Unsicherheiten die Planbarkeit.
„Unsere Kärntner KMU schätzen die Herausforderungen unserer Zeit realistisch ein und glauben gleichzeitig an ihre eigene Stärke“, sagt Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse AG. Nun gehe es darum, aus dieser Zuversicht konkrete Investitionen und nachhaltiges Wachstum entstehen zu lassen.
Eine Milliarde für Investitionen
Mit der sogenannten „Wachstumsmilliarde“ stellen Erste Bank und Sparkassen österreichweit ein zusätzliches Finanzierungsvolumen von einer Milliarde Euro für zukunftsorientierte Unternehmensinvestitionen zur Verfügung. Finanziert werden sollen unter anderem Projekte in den Bereichen Wachstum, Innovation, Digitalisierung und neue Technologien.
Die Studienergebnisse zeigen jedenfalls: Viele Kärntner Betriebe setzen trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht auf Stillstand, sondern planen weitere Investitionen in ihre Wettbewerbsfähigkeit.