BETRUGSVERSUCH IN VILLACH
69-Jähriger stellt falschen Polizisten eine Falle
Drei mutmaßliche Betrüger reisten offenbar eigens nach Kärnten, um einen Pensionisten um seine Wertgegenstände zu bringen. Doch der 69-jährige Villacher reagierte entschlossen und verhinderte ihre Flucht.
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Ein dreister Betrugsversuch nahm am Sonntagnachmittag (18. Oktober) in Villach eine überraschende Wendung. Statt mit wertvollen Gegenständen davonzukommen, landeten drei Tatverdächtige in Polizeigewahrsam. Ein 69-jähriger Villacher hatte ihnen kurzerhand mit seinem Auto den Fluchtweg versperrt.
Falscher Polizist
Gegen 15 Uhr erhielt der Pensionist einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Am anderen Ende meldete sich ein angeblicher Polizist. Dieser berichtete von mehreren Einbrüchen in der Nachbarschaft. Um sein Hab und Gut zu schützen, solle der Villacher seine Wertgegenstände vorsorglich der Polizei übergeben. Beamte seien bereits unterwegs.
Sohn entdeckte Verdächtige
Der 69-Jährige befand sich während des Anrufs nicht zu Hause und machte sich sofort auf den Heimweg. Währenddessen bemerkte sein Sohn drei unbekannte Personen auf dem Grundstück. Als der Pensionist eintraf, wollten die Verdächtigen gerade mit ihrem Fahrzeug davonfahren.
Doch daraus wurde nichts: Der Villacher stellte seinen Pkw kurzerhand in den Weg, blockierte die Abfahrt und verständigte die Polizei.
Drei Festnahmen
Wenig später rückten mehrere Polizeistreifen an. Die Beamten nahmen zwei Männer im Alter von 18 und 21 Jahren sowie eine 23-jährige Frau vorläufig fest.
Die drei Tatverdächtigen stammen aus Wien und der Steiermark. Nach bisherigen Erkenntnissen dürften sie eigens für den Betrugsversuch nach Kärnten gereist sein.
Das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Villach hat die Ermittlungen übernommen. Diese stehen noch am Anfang und dürften längere Zeit in Anspruch nehmen. Für die Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

