Pflegefinanzierung 2027

Kärnt­ner Heim­be­trei­ber kri­ti­sie­ren Gent­schei­dun­gen vom Land

Das Land Kärnten präsentiert neue Finanzierungszahlen für die stationäre Pflege 2027. Doch die betroffenen Heimbetreiber wurden nach eigenen Angaben nicht eingebunden. Die Wirtschaftskammer fordert Transparenz und kritisiert die Darstellung bestehender Finanzierungsleistungen als zusätzliche Unterstützung.

Kärnt­ner Heim­be­trei­ber kri­ti­sie­ren Gent­schei­dun­gen vom LandDie Finanzierung der Kärntner Pflegeheime sorgt erneut für Diskussionen. Die Betreiber kritisieren mangelnde Transparenz und fehlende Abstimmung mit dem Land Kärnten.

© Foto: WKK/Polessnig

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Die Finan­zie­rung der Kärnt­ner Alten- und Pfle­ge­hei­me sorgt erneut für Kri­tik. Wäh­rend das Land Kärn­ten finan­zi­el­le Rah­men­be­din­gun­gen für 2027 prä­sen­tiert, zeigt sich die Berufs­grup­pe der Alten- und Pfle­ge­hei­me in der Wirt­schafts­kam­mer ver­wun­dert. Der Vor­wurf: Die ver­öf­fent­lich­ten Beträ­ge wur­den weder mit den Betrei­bern noch mit ihrer Inter­es­sen­ver­tre­tung abge­stimmt.

„Wenn wir gemein­sam ein lang­fris­tig trag­fä­hi­ges Finan­zie­rungs­sys­tem ent­wi­ckeln wol­len, braucht es einen Dia­log auf Augen­hö­he“, kri­ti­siert Berufs­grup­pen­spre­cher Chris­ti­an Pol­ess­nig. Beson­ders pro­ble­ma­tisch sei, dass die zugrun­de lie­gen­den Berech­nun­gen bis­lang nicht vor­lie­gen. Eine Über­prü­fung der ange­kün­dig­ten Beträ­ge sei daher nicht mög­lich.

Neue För­de­rung oder bestehen­de Finan­zie­rung?

Beson­ders kri­tisch beur­tei­len die Betrei­ber die Dar­stel­lung der zusätz­li­chen 265,66 Euro pro Bewoh­ner und Monat. Dabei hand­le es sich kei­nes­wegs um eine neue finan­zi­el­le Unter­stüt­zung, son­dern um die Fort­füh­rung einer bereits vor rund zwei Jah­ren ver­han­del­ten Finan­zie­rungs­kom­po­nen­te zur Abde­ckung bestehen­der Kos­ten­lü­cken.

„Es geht nicht um ein finan­zi­el­les Extra. Es geht dar­um, jene Kos­ten abzu­bil­den, die für den Betrieb eines Pfle­ge­hei­mes tat­säch­lich ent­ste­hen“, stellt Pol­ess­nig klar. Die öffent­li­che Dar­stel­lung dür­fe daher nicht den Ein­druck erwe­cken, dass den Ein­rich­tun­gen zusätz­li­che Mit­tel über ihren tat­säch­li­chen Finan­zie­rungs­be­darf hin­aus zur Ver­fü­gung gestellt wür­den.

Zustim­mung beim Hilfs­per­so­nal

Posi­tiv bewer­tet die Berufs­grup­pe hin­ge­gen die Ver­län­ge­rung der Finan­zie­rung des zusätz­li­chen Hilfs­per­so­nals bis Ende 2027. Die­se Mit­ar­bei­ter ent­las­ten qua­li­fi­zier­te Pfle­ge­kräf­te bei unter­stüt­zen­den und haus­wirt­schaft­li­chen Tätig­kei­ten. Das Modell habe sich in der Pra­xis bewährt.

Betrei­ber for­dern Trans­pa­renz und Mit­spra­che

Für die wei­te­re Ent­wick­lung des Finan­zie­rungs­mo­dells for­dert die Wirt­schafts­kam­mer nach­voll­zieh­ba­re Berech­nungs­grund­la­gen und eine ver­bind­li­che Ein­bin­dung der Heim­be­trei­ber. Ange­sichts stei­gen­der Per­so­nal- und Betriebs­kos­ten brau­che es einen fai­ren Sockel­be­trag, der die tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen berück­sich­tigt.

„Unser Ziel ist ein­fach: ein fai­rer, trans­pa­ren­ter Sockel­be­trag, der die tat­säch­li­chen Kos­ten berück­sich­tigt und den Kärnt­ner Pfle­ge­hei­men lang­fris­ti­ge Pla­nungs­si­cher­heit gibt“, betont Pol­ess­nig.

Die Kri­tik wirft eine grund­sätz­li­che Fra­ge auf: Wie soll eine lang­fris­tig trag­fä­hi­ge Pfle­ge­fi­nan­zie­rung ent­ste­hen, wenn jene, die die Ein­rich­tun­gen täg­lich füh­ren, bei wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen nicht aus­rei­chend ein­ge­bun­den wer­den?

04.11.2026 11:45
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Kärnt­ner Heim­be­trei­ber kri­ti­sie­ren Gent­schei­dun­gen vom LandDie Finanzierung der Kärntner Pflegeheime sorgt erneut für Diskussionen. Die Betreiber kritisieren mangelnde Transparenz und fehlende Abstimmung mit dem Land Kärnten.

© Foto: WKK/Polessnig