Alternativenergie
Förderung für Photovoltaik-Anlagen wird verlängert!
Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen an oder auf kommunalen Gebäuden in Kärnten wird weiter ausgebaut.
© LPD/Peter Just
Seit Juni 2020 gibt es die Förderung von Photovoltaik-Anlagen an oder auf kommunalen Gebäuden in Kärnten. Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen an oder auf gemeindeeigenen Gebäuden (inklusive Rüsthäuser) wird von der Umwelt-Abteilung des Landes Kärnten mit bis zu 60 Prozent der Kosten gefördert. Investitionszuschüsse von dritter Stelle (Bund oder EU) können zusätzlich in Anspruch genommen werden, so dass eine Gesamtförderung von nahezu hundert Prozent möglich ist. Bisher wurde das Angebot von über 50 Gemeinden für über 130 Projekte in Anspruch genommen. In der Regierungssitzung wurde die Verlängerung der Förderschiene beschlossen. „Das Potential für die Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung ist in den Kärntner Gemeinden sehr hoch. Wir wollen unsere Vorreiterrolle bei der Erzeugung und Nutzung von Energie aus Erneuerbaren weiter ausbauen“, betont Landesrätin Sara Schaar, Energie- und Klimaschutzreferentin des Landes Kärnten.
Budget für 2022
Das Budget für das Jahr 2022 beträgt rund eine Million Euro. Erklärtes Ziel der Fortsetzung der Förderung ist eine jährliche Eigenversorgung von einer Gigawattstunde (GWh) mit klimaneutralem Strom im kommunalen Bereich. „Dies entspricht einer CO2-Einsparung von rund 227 Tonnen. Die Förderung von Photovoltaik auf und an kommunalen Gebäuden ist eine wesentliche Maßnahme im Rahmen der Klima-Agenda Kärnten, unserem referatsübergreifenden Steuerungssystem“, erklärt Schaar. Als Förderungswerber kommen Kärntner Gemeinden und Betriebe im überwiegenden Eigentum von Kärntner Kommunen in Frage. Als kommunale Gebäude gelten auch sämtliche Feuerwehrhäuser in Kärnten.
Obergrenze fällt mit neuer Richtlinie
Bisher war die förderbare Leistung mit 50 Kilowatt-Peak (kWp) begrenzt. Mit der neuen Richtlinie fällt diese Obergrenze. „Damit ermöglichen wir den Kommunen, dass sie an oder auf Gebäuden, die sich gut für Photovoltaik eignen, die Anlage größer dimensionieren, um mit dem dort erzeugten Strom auch umliegende kommunale Gebäude mitzuversorgen. Somit wird die Eigenversorgung optimiert, was zusätzlich Kosten spart, die für andere Projekte oder Maßnahmen in der Kommune frei werden“, schildert Schaar.

