ÖBB
Baustart für Unterführung in Pörtschach und Techelsberg
In diesen Tagen begannen die Bauarbeiten für die Unterführung in Pörtschach/Techelsberg. Die Fertigstellung des Projekts erfolgt bis Jahresende 2023.
© ÖBB/Studiohorst
In Pörtschach wird im Bereich des Yachthafens die bestehende Eisenbahnkreuzung aufgelassen und durch eine Unterführung für den Straßenverkehr ersetzt. Dabei wird unter anderem eine zusätzliche, kleinere Unterführung für Radfahrer und Fußgänger errichtet. Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Eisenbahnkreuzungen österreichweit nahezu halbiert worden. Ein Ziel, das Bund, Länder und die ÖBB auch weiterhin verfolgen. Im Zentrum steht die Reduktion niveaugleicher Eisenbahnkreuzungen. Nun haben die ersten Bauarbeiten auch im Bezirk Klagenfurt-Land begonnen.
Hauptarbeiten starten im Frühjahr 2022
„Die Vorarbeiten laufen nun auf Hochtouren. Im Vorfeld errichten wir Provisorien für verschiedene Versorgungsleitungen wie Strom oder Telekom und führen Fundierungsarbeiten für vier Hilfsbrücken im Bereich der zwei neuen Unterführungsbauwerke durch. Im Frühjahr 2022 beginnen die Hauptarbeiten, mit Juni 2023 wird die Eisenbahnkreuzung an der Gemeindegrenze von Pörtschach zu Techelsberg Geschichte sein. Mit der Auflassung dieser Eisenbahnkreuzung kommen wir unserem Sicherheitsziel, die Anzahl der niveaugleichen Bahnübergänge zu reduzieren, wieder einen großen Schritt näher“, erklärt Franz Jauk, Regionalleiter der ÖBB Infrastruktur AG. Der für Straßenbau zuständige Landesrat Martin Gruber zeigt sich ebenfalls vom Projekt überzeugt und weist auf die umfassende Verbesserung hin: „Durch die Unterführung, aber auch durch die umfassenden begleitenden Baumaßnahmen für Radfahrer und Fußgänger wird die Situation im Bereich des Yachthafens Pörtschach gleich mehrfach verbessert. Es ist eine wichtige gemeinsame Millionen-Investition in die Infrastruktur von Pörtschach, die für mehr Verkehrssicherheit sorgen wird.“

Entschärfungen und Verbesserungen
Silvia Häusl-Benz, Bürgermeistern von Pörtschach, spricht auch von einer Entschärfung auf der B 83 (Kärntner Straße). „Mit der Errichtung der Unterführung wird ein Nadelöhr auf der B 83 entschärft, das bisher für Probleme im Alltagsverkehr gesorgt hat. Die langen Rückstaus und Wartezeiten gehören bald der Vergangenheit an.“ Der Bürgermeister von Techelsberg, Johann Koban, zeigt sich besonders über die Unterführung für Radfahrer und Fußgänger erfreut: „Die Errichtung der Unterführung vermeidet zukünftig lange Wartezeiten und ermöglicht einen durchgehenden und ungehinderten Verkehrsfluss entlang der Wörthersee-Nordseite. Besonders erfreulich ist, dass die massive Gefahrensituation im Bereich des Radwegs beseitigt werden kann und eine eigene, sichere Unterführung für Radfahrer und Fußgänger geschaffen wird.“
Auswirkungen am Weg zur Fertigstellung
Im Rahmen der Arbeiten im Gleisbereich werden unter anderem auch Straßenbauarbeiten durchgeführt. So wird die Linienführung der B 83 optimiert, die nördlich und südlich gelegenen Gemeindestraßen neu eingebunden und der überregionale R4 (Wörthersee-Radweg) mit einem gesonderten Tragwerk über die B 83 geführt. Somit wird die Sicherheit auf der Straße und auf der Schiene um einiges erhöht.
Die dafür benötigten finanziellen Aufwendungen betragen rund 14,5 Millionen Euro, die von ÖBB und dem Land Kärnten getragen werden. Während der Bauarbeiten – auch teilweise in der Nacht und an Wochenenden – kommt es im Baustellenbereich zu vermehrten Behinderungen, insbesondere im Bereich der B 83 auf Höhe der Eisenbahnkreuzung. Dabei kann es auch zu erhöhter Staub- und Lärmentwicklung kommen. Bis auf einzelne Gleissperren bleibt der Bahnbetrieb jedoch uneingeschränkt aufrecht.