Wirtschaftskammer

Man­dl: „Wir dür­fen nicht den Mut ver­lie­ren!“

Der Lockdown ist ein herber Rückschlag, soll aber zumindest einen Teil des Adventgeschäfts und die Wintersaison retten, meint Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten.

Man­dl: „Wir dür­fen nicht den Mut ver­lie­ren!“ Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl: „In Ländern mit hoher Impfbereitschaft ist kein Lockdown mit all seinen verheerenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen notwendig.“

© WKK/Helge Bauer

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Jür­gen Man­dl, Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, macht kei­nen Hehl aus der Stim­mungs­la­ge in der Kärnt­ner Wirt­schaft, nach­dem die Bun­des­re­gie­rung einen erneu­ten Lock­down ab Mon­tag ver­kün­de­te: „Es ist ein her­ber Rück­schlag!“ Mit die­sen Wor­ten schwin­gen Frust und Ver­ständ­nis glei­cher­ma­ßen mit: „Unse­re mona­te­lan­gen Hin­wei­se, unse­re War­nun­gen und unse­re ste­te Kri­tik waren lei­der ver­ge­bens: Ange­sichts der explo­die­ren­den Infek­ti­ons­zah­len und der dra­ma­ti­schen Situa­ti­on im Gesund­heits­we­sen ist die Ent­schei­dung nach­voll­zieh­bar.“

Staat­li­che Unter­stüt­zung

Die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten stellt klar, dass die staat­li­che Unter­stüt­zung für die vom Lock­down direkt oder indi­rekt betrof­fe­nen Betrie­be wei­ter­ge­hen muss. Details sind, so Man­dl, bereits in inten­si­ven Ver­hand­lun­gen. Die Posi­ti­on der Wirt­schaft ist ein­deu­tig: Not­wen­di­ge Maß­nah­men müs­sen prak­ti­ka­bel sein, Plan­bar­keit und vor­aus­schau­en­des Han­deln sind die Gebo­te der Stun­de.

Man­dl appel­liert an die Unter­neh­mer, nicht den Mut sin­ken zu las­sen: „Wenn die Maß­nah­men zur Kon­takt­be­schrän­kung am 13. Dezem­ber vor­über und die Infek­ti­ons­zah­len auf ein für unse­re Gesund­heits­ein­rich­tun­gen bewäl­tig­ba­res Maß zurück­ge­gan­gen sein wer­den, wird wenigs­tens ein Teil der auch wirt­schaft­lich so wich­ti­gen Advent­zeit noch zur Ver­fü­gung ste­hen.“ Er ist auch zuver­sicht­lich, dass es durch die­sen zwei­fels­oh­ne har­ten neu­er­li­chen Ein­schnitt gelin­gen kann, die Win­ter­sai­son zu ret­ten.

Appell, sich imp­fen zu las­sen

Der Wirt­schafts­kam­mer-Prä­si­dent wen­det sich aber auch kon­kret an jene, die bis­her nicht von der Mög­lich­keit einer Schutz­imp­fung Gebrauch mach­ten. Es ist, so Man­dl, wis­sen­schaft­lich und empi­risch erwie­sen, dass die Imp­fung die Aus­brei­tung der Infek­ti­on ein­dämmt und die Gefahr eines schwe­ren Ver­laufs der Erkran­kung deut­lich redu­ziert. „Wie wir am Bei­spiel ande­rer Län­der sehen, führt eine höhe­re Impf­quo­te in der Bevöl­ke­rung zu gerin­ge­ren Inzi­den­zen und damit zu einer deut­li­chen klei­ne­ren Belas­tung des Gesund­heits­sys­tems. Des­halb ist in Län­dern mit hoher Impf­be­reit­schaft kein Lock­down mit all sei­nen ver­hee­ren­den wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Fol­gen not­wen­dig“, schil­dert Man­dl.

Er fügt hin­zu: „Ich bit­te daher, sich im eige­nen Inter­es­se, aber auch aus Rück­sicht auf die Wirt­schaft und die Gesell­schaft in Öster­reich umge­hend imp­fen zu las­sen.“

20.11.2021 06:50 - Update am: 20.11.2021 06:56
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Man­dl: „Wir dür­fen nicht den Mut ver­lie­ren!“ Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl: „In Ländern mit hoher Impfbereitschaft ist kein Lockdown mit all seinen verheerenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen notwendig.“

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