Thema der Woche

„Kärn­ten Ticket“ ist ab 1. Dezem­ber 2021 erhält­lich!

Alle öffentlichen Verkehrsmittel ab 1. Jänner 2022 mit nur einem Ticket nutzen – alle Informationen über und alle Stimmen zum „Kärnten Ticket“ im Überblick von „KLiCK Kärnten“.

„Kärn­ten Ticket“ ist ab 1. Dezem­ber 2021 erhält­lich! Präsentation des „Kärnten Tickets“: Landesrätin Sara Schaar, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landesrat Sebastian Schuschnig (von links)

© Büro LR Schuschnig/Taltavull

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Die gute Nach­richt der Woche: Ab 1. Jän­ner 2022 kön­nen Kärnt­ner alle öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel mit nur einem Jah­res­ti­cket nut­zen. Am Mitt­woch prä­sen­tier­ten Lan­des­rat und Mobi­li­täts­re­fe­rent Sebas­ti­an Schu­sch­nig, Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin und Arbeits­markt­re­fe­ren­tin Gaby Schau­nig sowie Lan­des­rä­tin und Kli­ma­schutz­re­fe­ren­tin Sara Schaar das „Kärn­ten Ticket“.

Tarif-Dschun­gel ent­wir­ren

Der ent­schei­den­de Punkt: Mit einem ein­zi­gen Ticket fah­ren Kärnt­ner mit der Bahn, allen Regio­nal- und allen Stadt­bus­sen. „Das bringt den Men­schen nicht nur eine deut­li­che finan­zi­el­le Ent­las­tung, son­dern hilft auch im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del und ist ein wei­te­rer Anreiz zum Umstieg auf öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel“, sind sich die drei Regie­rungs­po­li­ti­ker einig. Ein der­ar­ti­ges Netz­ti­cket gab es bis­her in Kärn­ten nicht. „Wir ent­wir­ren den Tarif-Dschun­gel, holen das Sys­tem in die Neu­zeit und machen es attrak­tiv. Aus über tau­send Tarif-Vari­an­ten für Jah­res­kar­ten wer­den eini­ge weni­ge“, freut sich Lan­des­rat Schu­sch­nig.

Die Prei­se im Über­blick

Das neue Ticket kos­tet regu­lär 550 Euro. Ein Preis, den aber nur weni­ge zah­len wer­den. „Denn wir haben für einen Groß­teil Ver­güns­ti­gun­gen geschaf­fen“, betont Schu­sch­nig. Über die Arbeit­neh­mer­för­de­rung erhal­ten Berufs­tä­ti­ge mit nied­ri­gem bis mitt­le­rem Ein­kom­men sogar bis zu hun­dert Pro­zent des Tickets erstat­tet. Für Senio­ren wird ein eige­nes Ticket um 365 Euro rea­li­siert, Min­dest­pen­sio­nis­ten und Aus­gleichs­zu­la­gen-Bezie­her zah­len eben­so wie Men­schen mit Behin­de­rung nur 199 Euro. Stu­die­ren­de fah­ren künf­tig um 299 Euro durch ganz Kärn­ten. Für einen Auf­preis von 110 Euro kön­nen bis zu vier Schul­kin­der mit einem Erwach­se­nen mit­fah­ren. Wei­ter­hin kön­nen Schü­ler sowie Lehr­lin­ge ein Jah­res­ti­cket um 110 Euro bezie­hen.

Umwelt und Brief­ta­sche scho­nen

Wer auf „Öffis“ umsteigt, ver­min­dert auch die CO2-Emis­si­on. „Wer mit der Bahn statt mit dem Auto fährt, redu­ziert die CO2-Emis­sio­nen im Schnitt um 93 Pro­zent, beim Bus sind es immer­hin 76 Pro­zent. Alle, die umstei­gen, hel­fen dem Kli­ma“, betont Lan­des­rä­tin Schaar. Ein durch­schnitt­li­cher Pend­ler in Kärn­ten fährt jähr­lich rund 8.000 Kilo­me­ter. Erfolgt hier ein Umstieg vom Auto auf die „Öffis“, beträgt die jähr­li­che Ein­spa­rung etwa 1,3 Ton­nen CO2.

Für Berufs­pend­ler mit Haupt­wohn­sitz in Kärn­ten ist der Umstieg aufs „Kärn­ten Ticket“ dop­pelt attrak­tiv. „Je nach Ein­kom­men und Ent­fer­nung zwi­schen Wohn- und Dienst­ort beträgt der Fahrt­kos­ten­zu­schuss aus der Arbeit­neh­mer­för­de­rung des Lan­des Kärn­ten zum ‚Kärn­ten Ticket‘ bis zu hun­dert Pro­zent“, fügt Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­tre­te­rin Schau­nig hin­zu.

 

Der Vor­ver­kauf

Der Vor­ver­kauf für die neue lan­des­wei­te Jah­res­kar­te („Kärn­ten Ticket“) star­tet am 1. Dezem­ber 2021. Das Ticket ist online vor­zu­be­stel­len und über den Kärnt­ner Ver­kehrs­ver­bund zu erwer­ben. Bestehen­de Jah­res­kar­ten-Besit­zer erhal­ten vom Ver­kehrs­ver­bund eine schrift­li­che Infor­ma­ti­on über die kos­ten­lo­se Stor­nie­rung und die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se.

 

Reak­ti­on Erwin Ange­rer (FPÖ Kärn­ten)

„Spät aber doch hat die Kärnt­ner Lan­des­re­gie­rung die von der Kärnt­ner FPÖ seit Jah­ren gefor­der­te Ein­füh­rung eines güns­ti­ges Bus- und Bahn-Jah­res­ti­ckets in Kärn­ten umge­setzt“, kom­men­tiert Kärn­tens FPÖ-Chef Natio­nal­rats­ab­ge­ord­ne­ter Erwin Ange­rer die Prä­sen­ta­ti­on des „Kärn­ten Tickets“. Dar­auf darf sich die Lan­des­po­li­tik, so Ange­rer, aber nicht aus­ru­hen: „Es müs­sen jetzt drin­gend die Bus- und Bahn­ver­bin­dun­gen ins­be­son­de­re in den länd­li­chen Regio­nen Kärn­tens aus­ge­baut wer­den, damit die Kärnt­ner das Jah­res­ti­cket auch tat­säch­lich kau­fen und nut­zen kön­nen.“

Reak­ti­on Ger­hard Köfer (Team Kärn­ten)

Auch „Team Kärnten“-Chef Bür­ger­meis­ter Ger­hard Köfer sieht eine lan­ge For­de­rung sei­ner poli­ti­schen Bewe­gung end­lich umge­setzt. „In der SPÖ/ÖVP-Lan­des­re­gie­rung herrsch­te hier ein gro­ßer Hand­lungs­druck, weil Kärn­ten das ein­zi­ge Bun­des­land war, das bis heu­te ohne die­sem Regio­nal­ti­cket für den öffent­li­chen Ver­kehr dage­stan­den ist, was ein Armuts­zeug­nis dar­stellt. Die Ein­füh­rung wur­de lei­der viel zu lan­ge ver­zö­gert.“ Laut Köfer ist Kärn­ten in Bezug auf das „Öffi“-Angebot aber noch unzu­rei­chend auf­ge­stellt. „Gewis­se Regio­nen abseits des Zen­tral­raums sind gera­de an den Tages­rand­zei­ten mit dem öffent­li­chen Ver­kehr nicht zu errei­chen“, begrün­det er.

Reak­ti­on Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten

Erfreut über das „Kärn­ten Ticket“ ist auch Gün­ther Goach, Prä­si­dent der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten: „Hier wur­de einer­seits ein gro­ßer Bei­trag zum Kli­ma­schutz geschaf­fen, ande­rer­seits wer­den noch dazu jene ent­las­tet, die auf öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel ange­wie­sen sind.“ Ein wei­te­rer posi­ti­ver „Neben­ef­fekt“: „Im Rah­men der Arbeit­neh­mer­för­de­rung, die von der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten admi­nis­triert wird, kön­nen künf­tig, je nach Ein­kom­men und Ent­fer­nung zwi­schen Dienst­ort und Job, bis zu hun­dert Pro­zent des ‚Kärn­ten Tickets‘ refun­diert wer­den“, freut sich auch Ire­ne Hoch­stet­ter-Lack­ner, Vor­sit­zen­de des Arbeit­neh­mer­för­de­rungs­bei­rats und Ver­tre­te­rin der Arbei­ter­kam­mer Kärn­ten.

20.11.2021 18:50
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„Kärn­ten Ticket“ ist ab 1. Dezem­ber 2021 erhält­lich! Präsentation des „Kärnten Tickets“: Landesrätin Sara Schaar, Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig und Landesrat Sebastian Schuschnig (von links)

© Büro LR Schuschnig/Taltavull