Wirtschaftskammer

Man­dl sieht Öff­nun­gen und Win­ter­sai­son in Gefahr

Wegen der aktuellen Corona-Inzidenzen schlägt die Wirtschaftskammer Kärnten Alarm. „Diese Situation gefährdet die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen hierzulande“, stellt Präsident Jürgen Mandl klar. Heute startete das Programm „Betriebliches Impfen“.

Wirtschaftskammer Kärnten Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/Helge Bauer

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Kärn­ten nimmt mitt­ler­wei­le nach Ober­ös­ter­reich den zwei­ten Platz bei den Coro­na-Inzi­den­zen ein. Ange­sichts die­ser Ent­wick­lung fin­det Jür­gen Man­dl, Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten, kla­re Wor­te: „Ich geste­he, dass mir bei einer sol­chen Pan­de­mie-Lage und der damit ver­bun­de­nen Belas­tung unse­res Gesund­heits­sys­tems das Ver­ständ­nis dafür fehlt, dass sich aus­ge­rech­net Kärn­ten am wenigs­tens an den Lock­down hält und Groß­de­mons­tra­tio­nen gegen die Bun­des­re­gie­rung mit tau­sen­den Teil­neh­mern statt­fin­den. Das ist kei­ne gute Wer­bung für den Wirt­schafts- und Lebens­stand­ort oder für die Tou­ris­mus-Desti­na­ti­on Kärn­ten.“

Appell zum Imp­fen und Auf­fri­schen

Die aktu­el­len Coro­na-Inzi­den­zen sind ein Alarm­si­gnal. „Die­se Situa­ti­on gefähr­det nicht nur die Gesund­heit, son­dern auch die wirt­schaft­li­che Exis­tenz vie­ler Men­schen hier­zu­lan­de“, stellt Man­dl klar. Er sieht des­halb eine rasche Öff­nung von Han­del und Gas­tro­no­mie oder eine erfolg­rei­che tou­ris­ti­sche Win­ter­sai­son gefähr­det. „Mein Appell: Tun wir gemein­sam alles, was nötig ist, um die Ein­schrän­kun­gen mög­lichst rasch zu über­win­den. Imp­fen und Auf­fri­schen gehö­ren eben­so dazu wie die Reduk­ti­on von Kon­tak­ten“, betont Man­dl.

Kam­pa­gnen fürs Imp­fen

Die Wirt­schafts­kam­mer Kärn­ten trug, so der Prä­si­dent, nicht nur mit meh­re­ren Moti­va­ti­ons­kam­pa­gnen für das Imp­fen in den hei­mi­schen Medi­en zur Mei­nungs­bil­dung bei, son­dern setzt auch auf eige­ne Maß­nah­men, um die Situa­ti­on für betrof­fe­ne Unter­neh­men zu ver­bes­sern. Zum Bei­spiel ermög­licht es eine Initia­ti­ve zum betrieb­li­chen Tes­ten bereits seit Novem­ber 2020 tau­sen­den Mit­ar­bei­tern und ihren Ange­hö­ri­gen, am Arbeits­platz offi­zi­ell gül­ti­ge Coro­na-Tests vor­neh­men zu las­sen.

Imp­fen in Betrie­ben

„Die­se Erfah­run­gen nut­zen wir jetzt dazu, auch unse­ren Bei­trag zur Erhö­hung der Impf­ra­te in Kärn­ten zu leis­ten: Heu­te star­te­te erneut unser Pro­gramm ‚Betrieb­li­ches Imp­fen‘ für Unter­neh­men mit mehr als hun­dert Beschäf­tig­ten“, sagt Man­dl. In den Mona­ten Juni und Juli konn­ten über das betrieb­li­che Imp­fen bereits knapp 20.000 Per­so­nen in den Betrie­ben erst- und zweit­ge­impft wer­den. Nun geht es um ein vor­ge­zo­ge­nes Impf­an­ge­bot für den drit­ten Stich, aber auch für Erst- und Zweit-Sti­che. Für klei­ne­re Betrie­be star­ten Wirt­schafts­kam­mer, Arbei­ter­kam­mer und Arbeits­markt­ser­vice als Gemein­schafts­pro­jekt noch die­se Woche den Impf­bus.

29.11.2021 17:50
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Wirtschaftskammer Kärnten Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

© WKK/Helge Bauer