Angelobung
Das jüngste Kärntner Bauernparlament der Geschichte
Landeshauptmann Peter Kaiser gelobte heute Siegfried Huber (Bauernbund) als Präsidenten der Landwirtschaftskammer Kärnten an.
© Büro LH Kaiser/Ivan Filipovic
Nach der Wahl am 7. November 2021 konstituierte sich heute die Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten. Dabei gelobte Landeshauptmann Peter Kaiser Siegfried Huber vom Wahl-Gewinner Kärntner Bauernbund (siehe unten) als Präsidenten an. „Wir erleben eine herausfordernde Zeit. Mehr als je zuvor sind die bäuerlichen Tugenden in der Gesellschaft gefragt. Dazu gehören die Verbundenheit unserer Bauern mit der Natur und den Menschen, die Versorgungssicherheit, die durch die landwirtschaftliche Produktion gegeben ist, und die gelebte Enkelverantwortlichkeit nicht nur für nächste Generationen, sondern auch im Umgang mit den Ressourcen wie Grund und Boden“, betonte Kaiser in seiner Rede. Darin gratulierte er dem neuen Präsidenten, den Vorständen und den Kammerräten.
Tägliche Spannungsfelder
Dieser Gratulation schloss sich Landesrat und Agrarreferent Martin Gruber an. Er ging in seiner Ansprache auf die Spannungsfelder ein, in denen die Bauern täglich arbeiten. „Das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und nachhaltiger Bewirtschaftung, das Thema Großraubwild, das Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Tourismus oder die Verhandlungen zur gemeinsamen Agrarpolitik – all das sind Themen, bei denen es die Landwirtschaftskammer als starke Stimme braucht und sich auch Kärntens Landwirte täglich beweisen.“

Vielfalt in der Vollversammlung
Mit der neuen Vollversammlung sieht Landwirtschaftskammer-Präsident Huber die bäuerliche Interessenvertretung gut aufgestellt: „Von der Milch- und Rinderwirtschaft, dem Ackerbau, der Schweinehaltung, der Forstwirtschaft bis hin zum Biosektor, der Direktvermarktung und Urlaub am Bauernhof sind alle Sektoren in der Vollversammlung vertreten. Diese Vielfalt ist die Stärke der Kärntner Landwirtschaft, diese Vielfalt wird auch die Stärke dieser Vollversammlung sein.“
Generationenwechsel vollzogen
Die neu konstituierte Vollversammlung vollzog auch einen Generationenwechsel, denn 17 der 36 Mandatare zogen neu ins Bauernparlament ein. Für Präsident Huber ist vor allem die Stärkung der Jungbauern in der neuen Vollversammlung ein wichtiges Signal: „Zehn Kammerräte sind unter 40 Jahren, der jüngste gerade 23 Jahre alt. Heute wurde die jüngste Vollversammlung angelobt, die es je in der Landwirtschaftskammer Kärnten gegeben hat. Damit ist auch sichergestellt, dass die Anliegen der Jungbauern starkes Gehör finden werden.“
Erstmals eine erste Vizepräsidentin
Erstmals in der knapp 90-jährigen Geschichte der Landwirtschaftskammer Kärnten bekleidet nun eine Bäuerin das Amt des ersten Vizepräsidenten im Bauernparlament. „Ich freue mich, dass ich mit Landesbäuerin Astrid Brunner eine kompetente und verlässliche Kraft an meiner Seite weiß, die gezeigt hat, dass sie die Anliegen der Bäuerinnen im Land mit Nachdruck vertritt“, streut Huber seiner Kollegin im Präsidium Rosen.

Die Vollversammlung
In der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Kärnten (36 Mandate) sind folgende Fraktionen vertreten.
- Kärntner Bauernbund: 18 Mandate
- Freiheitliche und unabhängige Bauernschaft: 7 Mandate
- Gemeinschaft der Kärntner Bauern: 4 Mandate
- SPÖ Bauern Kärnten: 4 Mandate
- Liste Heimo Urbas: 2 Mandate
- Grüne Bauern: ein Mandat

